Hour Of Penance - Disturbance

Review

Italien ist eigentlich viel mehr bekannt für seine Progressivperlen, die uns es uns immer wieder beschert. Ganz gegen den Trend schwimmen da HOUR OF PENANCE mit ihrem Debüt „Disturbance“. Hier wird astreiner brutaler Death Metal geboten, mit einem starken NILE meets HATE ETERNAL-Einschlag. Dazu die röchelnden Vocals von Sänger und Bassist Mike, der sich seine Aggression blutig aus dem Leib brüllt und selbst Profikapellen vor Neid erblassen lässt. Der Sound erreicht den Gehörgang wuchtig, jedoch wär mit einem bisschen mehr Aufwand im Mastering durchaus noch 1-2 Punkte mehr drin gewesen. Sehr nervig auch wieder einmal, wie bei vielen anderen Stilkollegen des Grind/Death, die stark an den Nerven zerrende Triggerbassdrum. Auch zum restlichen Schlagzeug muss wohl wirklich gesagt werden, dass es leider sehr unnatürlich und vor allen zu monoton auf den Hörer einwirkt. Abgesehen von dieser Schwäche sägt aber die Gitarre ganz schön viel Holz im Wald des brutalen Death Metals. Die großartige und schnelle Gitarrenarbeit der Gitarristen Fracesco und Enrico sind neben Röchelsänger Mike mit Sicherheit eines der positiven Aspekte, sich dieses Album vielleicht doch zuzulegen. Als essentiell würde ich „Disturbance“ zwar dennoch nicht bezeichnen. Hier hat der Markt doch noch einige andere Schmankerl zu bieten, die das Debüt der Italiener zum Verstauben im Regal verurteilen. Eine interessante Sache für diejenigen, die sich so ziemlich alle Death/Grind-Scheiben von A-Z ins Regal stopfen müssen. Wählerische Hörer sollten hier auf andere Highlights, die in dieser Stilrichtung erhältlich sind, ausweichen. Reinhören kann aber trotzdem nicht Schaden.

14.08.2003

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