Icon Of Sin - Icon Of Sin

Review

Hinter ICON OF SIN verbirgt sich ein von Frontiers Records Präsident Serafino Perugino ersonnenes und betreutes Projekt mit einer kleinen Auswahl an brasilianischen Musikern. Das klingt erst einmal nicht so spannend, aber wenn man sich die Besetzungsliste vor Augen führt, stolpert man automatisch über den Namen Raphael Mendes. Der Mann ist kein unbekannter, ist er doch im Internet durch seine Dickinson-like Interpretationen von bekannten Songs und Interpreten (DIO, HELLOWEEN, „What if Bruce Dickinson sang for…“) aufgefallen. Nun liegt also mit „Icon Of Sin“ das selbstbetitelte Debütalbum des Projekts vor. Kein Wunder also, dass im Promoflyer mit den Worten ‚die neuen IRON MAIDEN?‘ geworben wurde.

Maiden, oder doch nicht Maiden?

Ganz so einfach ist es aber nun nicht. Sicher, Raphael Mendes klingt wie der IRON MAIDEN-Fronter und benutzt auch ähnliche Phrasierungen, doch die Musik ist abgesehen von ein paar Querverweisen nicht so einfach als Maiden-Abklatsch zu kategorisieren. ICON OF SIN sind durchaus bemüht ein eigenes Gesicht zu zeigen. Dass man dabei an den Jungfrauen nicht vorbei kommt, liegt in der Natur der Sache, wenn man traditionellen Heavy Metal spielt. Ebenso kann man hier aber auch Versatzstücke von HALFORD („NightBreed“), HELLOWEEN („Virtual Empire“) oder eben IRON MAIDEN („The Howling“) im Sound von ICON OF SIN finden. Alles im Rahmen, versteht sich, sodass hier keine billige Kopie vorzufinden ist. Allerdings muss man die Platte öfter hören, um sich einen kompletten Eindruck machen zu können, da hier einiges unter der Oberfläche schlummert. So entwickelt sich eine Nummer wie „Arcade Generation“ mit seinem schon in AOR-Gefilde abdriftenden Riffing zu einem echten Album-Highlight. Ein toller Ohrwurm und eine schöne Abwechslung zum Rest des Album. Wobei das auch nicht so ganz stimmt, denn durch die verschiedenen Einflüsse von ICON OF SIN ist das Debütalbum des Projekts durchaus abwechslungsreich ausgefallen.

Nicht alles ist golden

Bei allen positiven Aspekten von „Icon Of Sin“ darf man aber auch fragen, ob sich ICON OF SIN mit über einer Stunde Spielzeit tatsächlich einen Gefallen getan haben. Nicht alle Tracks gehen sofort ins Ohr oder zünden generell. Da wäre, wie so oft, wohl etwas weniger mehr gewesen. Das klingt jetzt auch erst einmal tragischer als es ist, denn die Musik von ICON OF SIN ist von Könnern gemacht, die, allen voran Raphael Mendes, ihre Instrumente beherrschen und sich wirklich Gedanken ums Songwriting gemacht haben. Es haben aber auch schon wesentlich bekanntere Bands erfahren müssen, dass viel Spielzeit eben nicht auch mehr Qualität ist.

Der Spaß für die ganze Familie

Dennoch überzeugt „Icon Of Sin“ doch ein ums andere Mal. Neben den oben genannten Stücken, die allesamt Highlights sind, können auch weitere Nummern absolut überzeugen, sodass hier eine coole Metal-Scheibe auf Zuhörer wartet. Die wenigen Songs, die nicht ins Schwarze treffen machen den positiven Eindruck aber nicht wett. Fans von Maiden und oben erwähnten Musikspielgruppen sollten ein Ohr riskieren.


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05.06.2021

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