Ingested - Ashes Lie Still

Review

Soundcheck November 2022# 17 Galerie mit 20 Bildern: Ingested - Summer Breeze Open Air 2019

Im Pandemiejahr 2020 hatte metal.de-Redakteur Björn Gieseler den Briten INGESTED nach dem Release ihres Albums „Where Only Gods May Tread“ attestiert, mitten im Genre zu stecken und nicht sonderlich aufzufallen. Über die Phase des öffentlichen Stillstands hat die Band inzwischen nicht nur neues Material geschrieben, sondern sich auch verschlankt. So ist Gitarrist Sam Yates, der nebenher auch ein paar Backing Vocals beigesteuert hat, nicht mehr mit von der Partie und man agiert mit dem neuen Langspieler „Ashes Lie Still“ als Trio.Wie schon beim Vorgänger bedient man sich für die Basslinien an Dom Grimard (ION DISSONANCE, THE LAST FELONY), der allerdings weiterhin nicht als festes Bandmitglied auftritt.

Drums geben den Ton an

Warum nun allerdings der Eingangssatz zum neuen Album? Trotz Line-Up-Veränderung und Labelwechsel zu Metal Blade Records gelingt INGESTED vorweggenommen auch diesmal nicht der ganz große Sprung nach oben. Für erste Verwirrung sorgt allerdings der Auftakt durch eine zarte Damenstimme von Julia Frau, deren Kurzauftritt hingegen anschließend durch bekannte Trademarks aus Slam-, Brutal Death Metal und etwas Deathcore unterbrochen wird. Besonders zu gefallen weiß der Stellenwert von Lyn Jeffs an den Drums, der mit seinem druckvoll dynamischen Spiel die Songs auf „Ashes Lie Still“ zu leiten scheint.

Des Weiteren fällt auf, dass durchaus Bemühungen bestehen, dem Album durch bemerkenswerte Refrains sowie dezente elektronische Einspielungen Wiederkennungswert und Atmosphäre einzuhauchen. Das funktioniert in der Gesamtheit für Genreverhältnisse auch recht gut, wobei sich die Arrangements dann letztendlich doch recht ähnlich sind. Einen absoluten Aufhorcher liefert nach dem starken „Tides Of Glass“ dann das Stück „From Hollow Words“, indem Sven De Caluwé nicht nur einen Gastauftritt hat, sondern dem Ganzen auch einen herben ABORTED-Vibe verpasst.

„Ashes Lie Still“ fehlt der entscheidende Entwicklungsschritt nach ganz oben

Demgegenüber fällt der zweite Song mit fremder Unterstützung in Form von „All I’ve Lost“, wo Matt Heafy von TRIVIUM am Start ist, hinsichtlich Außergewöhnlichkeit ein wenig ab, auch dieser atmosphärisch besonders düster daherkommt. Ansonsten machen INGESTED erneut einen soliden Job, schon alleine, weil das Trio schlichtweg aus starken Musikern besteht und man deren Eingespieltheit seit Bandgründung vor nunmehr 16 Jahren durchaus schmecken kann. „Ashes Lie Still“ ist demzufolge ein weiteres gutes Album in der Diskographie der Engländer, ohne den ganz entscheidenden Entwicklungsschritt.

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25.10.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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