Isengard - Crownless Majesty

Review

Bevor es hier zu unnötiger Verwirrung kommt: dieses Isengard hat nichts mit Fenriz‘ Soloprojekt zu tun. Gott sei Dank! Denn sonst müsste man sich wirklich Gedanken um des Meisters geistigen Zustand machen. Zwar wissen wir alle um seine Freizeitbeschäftigung als Techno-DJ, aber das ist allemal leichter verzeihbar als „Crownless Majesty“, wenn es denn auf seinem Mist gewachsen wäre. Ist es wie gesagt zum Glück nicht, sondern auf dem einiger Schweden, die mit ihrer Musik Vorbildern wie Hammerfall, Running Wild und Konsorten huldigen. Bereits vor drei Jahren schon einmal veröffentlicht, versucht man den damals ausgebliebenen Erfolg nun über MDD Records herbeizuprügeln, was sich allerdings auch –oder gerade – heutzutage wohl eher als schwieriges Unterfangen darstellen dürfte. Denn dafür ist „Crownless Majesty“ einfach zu belanglos, vor allem im Vergleich zu den Vorbildern, die ja denselben Acker bestellen. Dabei kann man Isengard vom betriebenen Aufwand her nicht einmal so viel ankreiden, da man für das Album eine ganze Batterie klassischer Instrumente angekarrt hat, angefangen bei einem Streicherensemble, über Flöten bis hin zu einem klassischen Chor. Leider kommen diese Elemente äußerst selten zum Einsatz, sodass sich der größte Teil des Materials als oft gehörter und noch öfter kopierter, schnöder Power Metal darstellt. Zwar hat man so einige nette Ansätze und Ideen am Start, wie z.B. das an den Braveheart Soundtrack erinnernde Flötenintro zu „Stormcrow“, im Endeffekt versumpft aber leider alles in Belanglosigkeit. Dazu trägt auch die dünne Produktion ihren Teil bei, denn – originellere Ideen beim Songwriting vorausgesetzt – verlangt diese Art von Musik einfach mehr Bums und Pomp, um wirklich überzeugen zu können. Auch über die Sangesleistung sollten sich Isengard noch einmal Gedanken machen, denn oft liegt ihr Vokalist Linus derart neben der Spur, dass es einem die Nackenhaare aufstellt. Und sein treues Gefolge, der Chor, folgt ihm selbst in diese Misslagen. Schauder! Hoffen wir (berechtigterweise) auf Besserung beim nächsten Album und widmen uns lieber wieder der norwegischen Ausgabe von Isengard.

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20.10.2004

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