Iwrestledabearonce - Hail Mary

Review

Der irre Trupp aus Shreveport, Louisiana ist zurück. Mit “Hail Mary“ steht dieser Tage das vierte Album der Amerikaner in den Startlöchern und verspricht einmal mehr die volle Dosis Irrsinn, musikalische Achterbahnfahrten und tolle Stimmwechsel von Sängerin Courtney LaPlante, die sich an dieser Stelle seit dem Jahr 2012 verausgabt. Für mich persönlich war es seit dem 2011er-Werk “Ruining It For Everybody“ still um die Band, was natürlich umso interessanter erscheint, da die Irrfahrt vor vier Jahren durchweg etwas ganz Besonderes war, wozu insbesondere Ex-Fronterin Krysta Cameron beitrug.

Obgleich LaPlante schon bei “Late For Nothing“ am Mikrophon stand und zweifellos eine erschreckend stimmfarbliche Ähnlichkeit zu ihrer Vorgängerin aufweist, so sind auf “Hail Mary“ in jedem Fall signifikante Unterschiede festzustellen. Nicht dass die neue Scheibe von IWRESTLEDABEARONCE eine ganze Ecke düsterer wirkt, auch Verteilung zwischen rauen Screams und klarem Gesang ist eindeutig mehr in Richtung harscher Vocals gerutscht. Darüber hinaus klingt auch der Klargesang nicht mehr so astrein und lieblich wie noch unter Cameron. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Kompositionen längst nicht mehr so catchy sind und ein wenig die Fähigkeit zum Spagat zwischen “Genie und Wahnsinn“ verloren haben.

Auf “Hail Mary“ fährt die Band eine Nummer zu hartnäckig auf der vertrackten, Schachtelschiene, wobei auch der stilistische Blick über den Tellerrand ein wenig abzugehen scheint. Viel mehr beschränken sich IWRESTLEDABEARONCE zu sehr auf komplexen Mathcore mit wüsten Richtungs- und Tempowechseln, vergessen dabei aber die Verknüpfung zur Songdienlichkeit, was sie auf früheren Alben noch mit Bravour gemeistert hatten. Etwas extravaganter klingen in der Mitte der Platte dann die beiden “Doomed To Fail“-Stücke, mit einem guten Spannungsaufbau und vergleichsweise vielen klaren Vocals, doch viele der 14 Songs rauschen in ICE-Geschwindigkeit am Ohr des Hörers vorbei und vermögen sich nicht festzubeißen. Durchschnittliches Album und damit schlicht eine herbe Enttäuschung.

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13.06.2015

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