Iwrestledabearonce - It's All Happening

Review

IWRESTLEDABEARONCE beginnen ihr Album mit Blastbeats. Im Anschluss suchen sie zehn Tracks lang nach Sinn und Richtung. Aufmerksamkeit wird gefordert. Ganz einfach wird das nicht. „It’s All Happening“ ist ein unfassbares Panoptikum an Ideen, kaum eine davon überdauert einige Takte. Bei jeder Gelegenheit (und nicht nur da) gibt es unübersichtliche Breaks, plötzliche Durchtritt-Doublebass-Attacken, so sehr unsexy viriles Gebrüll von Frontfrau Krysta Cameron, und wenn man längst überfordert ist, passiert es: fängt sie tatsächlich an zu singen, die Band schaltet kurzfristig um auf schmeichelnd-schmierigen Pop. Was das mit dem Rest des Songs zu tun hat, hat man nie gewusst oder schon wieder vergessen. Selbst im versponnen Hyperraum des Metalcore, wo bekanntlich die tiefsten Niederungen jugendkultureller Verirrung lauern, ist das ein Zuviel von allem.

Bullige Moshparts, jazzig-wattierte Melodiefetzen, getriggerte Doublebass, grabtiefes Gegrunze, Chaos und Konfusion im knalligen Grindcore-Gewand, tanzbare Electronica und Country-Western-Geplänkel – dass man all das in einem Song zumindest unterbringen kann, belegt die Band aus Shreveport, Louisiana eindrucksvoll. Sie schaffen es aber nicht, ihr Übermaß an Inspiration in gute, stimmig-sichere Songs zu packen. Auch nach mehreren Hördurchläufen erscheint fraglich, ob dieses unbeseelte Tohuwabohu bei aller Eigenständigkeit wirklich Sinn macht. „It’s All Happening“ bleibt an den meisten Stellen ein arges Sammelsurium und taugt nicht mehr als zum lustigen Soundtrack für Paintball-Reportagen auf RTL II. Geister, scheidet euch!

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23.08.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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4 Kommentare zu Iwrestledabearonce - It's All Happening

  1. alas sagt:

    Was für ein Quark…dieses Review…
    Sorry aber es klingt wie die leibhaftige pessimistische Ernsthaftigkeit…
    Das Album macht mehr Spass als die letzten 5 Jahre Musikgeschichte und sollte nich allzuernst genommen werden…
    allein you aint no family ist kaufgrund genug
    und jedem dem The Number 12 Looks Like You und ROlo Tomassi zu langweilig werden, sollte sich diesen Math-Crossover-Core Irrsinn reinziehen 🙂
    Nicht böse gemeint an das Review, aber etwas mehr humoristische Herangehensweise wäre doch hier angebrachter 🙂
    Unvergleichbar, ungeheuerlich unglaublich…irre 😀

    9/10
  2. alas sagt:

    Also wirklich, nurnoch Chaos, was für ein Quatsch…dann hör doch mal Psyopus Psychofagist The Locust und diese Iren Bands zw Math Avandgarde und Irrenanstalt.

    Ich finde bisher nichts hieran so chaotisch, wie z.b. Dillingers Caclulating Infinity.
    Desweiteren sind hier wirklich gute Musiker am Werk.
    4 Punkte kann man jeder 2. Black-Metal, Goregrind oder BEatdown Band geben, aber nich sowas Individuelles.
    Und dauernd diese \"ich will ein Song beim ersten Mal schön finden\" Attitüde (jedenfalls kommt es so vor)…
    Wers scheiße findet sollte es zum in Anstand kritisieren und diese 4 Pkte. Wertung hält evtl viele danvon ab reinzuhören.
    Ich habe gestern mal die Cd auf ner Party angemacht und ein anwesender Dream-Theater Fan fand es super witzig.
    By the way fü ne angemessende Rezension empfehle ich jede andere Metal-Website

    P.S. In Sachen Kunst stimme ich meinem Vorredner absolut zu !

    9/10
  3. Sascha sagt:

    Nichts gegen den eigenen Geschmack, aber wenn man IWABO Ziellosigkeit vorwerfen will, dann hat man wohl nicht genau hingehört. bei meinem ersten Kontakt mit der band dachte ich auch nur: wasn Käs (damals Tastes Like Kevin Bacon), hört man das Album einmal am Stück durch, macht einiges mehr Sinn. Und je öfter man es hört, umso besser wird es. Technisch gesehen ist es auch sehr gut eingespielt.
    Und soooo überfordernd ist es nun wirklich nicht, Kollegen wie Psychofagist ziehen da ganz ganz andere Register.

    9/10
  4. thekid sagt:

    Les allein den „Modern Metal“ tag und wusste, hier wird ein Album extrem missverstanden.

    8/10