Jack Slater - Blut/Macht/Frei

Review

JACK SLATER gehören zu den abgezählten Death Metal-Bands, die ihre lyrischen Ergüsse in deutscher Sprache präsentieren und sich damit ein wenig ins Scheinwerferlicht der geliebten Bundesprüfstelle katapultieren. Sympathischerweise nehmen die Jungs nicht nur kein Blatt vor den Mund, sondern wissen auch ihren, alles andere als langweiligen, Brutal Death Metal mit einer enormen Spiellaune zu füttern. Dementsprechend schockierend auch seinerzeit die Meldung, Bandkopf Horn sei nicht mehr bei JACK SLATER aktiv – nun scheint aber wieder alles im Lot und das Quartett legt mit ihrem dritten Studioalbum nach.

“Blut/Macht/Frei“ nennt sich das ordentlich durch den Fleischwolf gekurbelte Salamischeibchen und macht zumindest weitgehend dort weiter, wo die letzte Scheibe “Metzgore“ aufgehört hat. Das Album erscheint mal wieder außerordentlich technisch, wobei aber ebendiese Raffinessen niemals zum Selbstzweck verkommen oder in musikalisches Muskelprotzen ausarten. Zum größten Teil dominieren schnelle Brutal Death-Einlagen amerikanischer Machart mit vielen Breaks und Tempowechseln das Geschehen, obgleich der erste durchaus interessante Ausreißer nicht lange auf sich warten lässt.

“Amnestia“ passt mal so ganz und gar nicht in das typische JACK SLATER-Muster. Zwar beginnt das Ganze gewohntermaßen recht prügellastig, passt sich aber durch geschickt injizierte Melodien genauso geschwind in eine hochmelodische, beinahe epische Gussform ein. Wohl war ich durch die Promoinformation bezüglich der Verwendung eines Saxophones vorgewarnt bzw. gewissermaßen in Spannung versetzt, einen derart formidablen Einsatz dieses Musikinstrumentes hätte ich dennoch nicht erwartet. Insbesondere in dem Vierteiler “Narbe“ sorgt das Saxophone für einen makaberen, teilweise morbiden Schleier, der doch irgendwie immer wieder mit einem zwinkernden Auge auf den Hörer herabschielt.

Neben diesen teils sehr ausgefallenen Ideen, die insgesamt auch sehr passabel in die Musik eingeschnürt wurden, behält abwechslungsreicher Brutal Death Metal die Oberhand, der besonders für alle Ultrastumpf-Kapellen dieses Sektors ein Schlag in die Magengrube darstellen dürfte.

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16.04.2008

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