Kilmara - Hunting Dreams

Review

KILMARA aus dem südwestlichen Lande der Sonne Espagna wollen uns mit ihrer neuen CD erfreuen, die sie „Hunting Dreams“ genannt haben. Beeinflusst werden sie nach eigener Aussage von BRAINSTORM, MAIDEN (hätte mich jetzt aber auch gewundert, wenn die gefehlt hätten), RAGE, SAVATAGE, also kurz altmodischem Hard-Rock-Metal-Gedöns. Das hat ja in Spanien immer noch Hochkonjunktur.

Butterweiche, rockige Gitarren im Verbund mit unspektakulärem Gesang werden aufgeboten. Alles atmet Durchschnitt. Sicher, sie halten die Klampfen nicht zum ersten Male, Verspieler gibts nicht, aber druckvoll ist was anderes. Die Soli sind nett, das beste an der Scheibe für mich. Die Tracks bieten diese bei spanischen Bands so beliebte Mischung aus Rock und Metal, die niemals in Härte, Dynamik, Wirbelsturm ausartet; stets bleibt KILMARA im Viervierteltakt, nie wird wirklich mal Atmosphäre geschaffen, Staub gibt es nicht, keinen Blues. So vergehen die ersten vier Songs des Albums gleichförmig im Sauseschritt (bringen aber keine Liebe mit). Dafür bekommen wir eigenartige Chorusse wie in „Reclaiming The Past“, die schon in den Achtzigern grenzwertig gewesen wären. Außerhalb Spaniens können KILMARA so nicht punkten. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu groß. Die Ballade „Another Chance“ wird auf eine Weise eingesungen, mit Frauenbegleitung, die befremden muss, schräg, nicht immer im Takt, den Ton bisweilen verfehlend. Sie fangen sich im Verlaufe des Tracks, dennoch: als Produzent kann man das doch nicht so stehen lassen!

Die Gitarrenläufe sind ganz annehmbar, auch in „Don’t Step Back“, gerade die Soli, allerdings gehört ja noch mehr dazu, nett bepunktet zu werden. Und da hapert es allerorten, vom schlappen Drumming, das ich mir so auch zutraue, über die viel zu weichen Gesänge. Dabei sind sie keine Balladenkönige; rockig ist es schon immer, nur ohne effektive Einfälle. „Train Station“ beginnt z.B. vielversprechend, dann der Gesang, der überhaupt nicht passt, die Gitarren, die zunächst laut gemischt werden, wandern sofort in den Hintergrund, sobald der Gesang einsetzt, wirklich eine eigenartige Aufnahmetechnik, die hier praktiziert wird. Die Kunst des Komponierens, hier hat sie nicht Einzug gehalten. Das Album ist einfach allerhöchstens für den spanischen Hausgebrauch; wer Bandmembers kennt und aus dem verschlafenen Barcelona kommt, wird KILMARA vielleicht etwas abgewinnen, ansonsten war das mal wieder nichts. Von den obengenannten Vorbildern keine Spur.

05.07.2007

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