Lamb Of God - Ashes Of The Wake

Review

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Blast From The Past

Mit LAMB OF GODs „Ashes Of The Wake“ feiert in diesem Jahr ein Album seinen Geburtstag, das gemeinhin dem Kanon der Klassiker modernen Metals zugerechnet wird. 15 Jahre ist es her, dass die Virginia-Thrasher ihr zähnefletschendes Schlüsselwerk auf die Szene losließen. Ohne „Ashes Of The Wake“ wären weder das Hit-Album „Sacrament“ von 2006 noch die späteren Soundöffnungen von „Resolution“ (2012) und „VII: Sturm und Drang“ (2015) denkbar gewesen. Zuletzt als BURN THE PRIEST noch auf den eigenen Punk-Spuren wandelnd, feiern LAMB OF GOD ihr vielleicht wichtigstes und mit über 400.000 Absätzen mit Abstand erfolgreichstes Werk im Mai mit einer Neuveröffentlichung auf Vinyl. Für metal.de die Chance, die immer noch lückenhaften Klassiker-Archive aufzufüllen, und „Ashes Of The Wake“ endlich die gebührenden Zeilen zu widmen.

LAMB OF GOD klangen warm, brutal und mitreißend

Mit „Ashes Of The Wake“ zementierten LAMB OF GOD einen Sound, der in seiner frischen und kompromisslosen Unverwechselbarkeit auch 15 Jahre später noch Maßstäbe setzt: Organisch und gleichzeitig fast unmenschlich präzise, roh und differenziert in einem. Warm, brutal, mitreißend.

Chris Adlers Snare hätte vermutlich sogar „St. Anger“ retten können und die galoppierenden Double-Bass-Teppiche sind der eindrückliche Beweis, dass technischer Anspruch und Highspeed-Präzision im Metal-Drumming nicht das Ende allen Feelings sein müssen. Im Aufeinandertreffen mit dem im besten Sinne räudigen und absolut markerschütternden Grollen des Randy Blythe und einer Saitenfraktion, deren besondere Stärke in der Kombination aus traditionellen Blues-Wurzeln, Punk und Modern Metal liegt, war es 2004 schlicht und einfach nicht mehr zu übersehen: LAMB OF GOD waren gekommen, um die letzte große Welle der New Wave of American Heavy Metal im Sturm zu nehmen.

„Ashes Of The Wake“ ist fantastisch gealtert

„Ashes Of The Wake“ ist fantastisch gealtert. Für die ohnmächtige Wut und den Nihilismus im Angesicht einer sinnlosen Nahost-Invasion bietet die aktuelle politische Großwetterlage Anknüpfungspunkte zuhauf. „Laid To Rest“, „Hourglass“, „Now You’ve Got Something To Die For“, „Omerta“ und „Blood Of The Scribe“ sind zudem zurecht feste Konstanten im Live-Katalog von LAMB OF GOD und überhaupt macht sich das apokalyptische Totenvogelgeschwader des Covers im Vinyl-Format äußerst gut.

Wer „Ashes Of The Wake“ noch nicht im Regal stehen hat, hat nun eine hervorragende Gelegenheit, Lücken zu füllen – so wie wir mit diesem Text. Die ab sofort erhältliche Jubiläumsedition kommt als Doppel-Vinyl daher und enthält neben dem Bonustrack „Another Nail For Your Coffin“ drei weitere Demo-Songs, zwei davon bisher unveröffentlicht.

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21.05.2019

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Lamb Of God auf Tour

28.06. - 30.06.19metal.de präsentiertFull Force Festival 2019 (Festival)Parkway Drive, Arch Enemy, Limp Bizkit, Behemoth, Flogging Molly, Lamb Of God, Amorphis, Beartooth, Cannibal Corpse, Kadavar, Knorkator, Our Last Night, Sick Of It All, Terror, The Amity Affliction, Zeal & Ardor, Alcest, Animals As Leaders, Annisokay, Any Given Day, At The Gates, Bad Omens, Batushka, Billybio, Black Peaks, Bleeding Through, Bury Tomorrow, Cane Hill, Carach Angren, Crystal Lake, Harakiri For The Sky, Harms Way, Ignite, Infected Rain, Jinjer, Landmvrks, Malevolence, Mambo Kurt, Mantar, Massendefekt, Municipal Waste, Orange Goblin, Polaris, Power Trip, Sondaschule, Tesseract, The Ocean, Turnstile, Walking Dead On Broadway, While She Sleeps, Whitechapel, Wolfheart, Amenra, To The Rats And Wolves, Ultha, Napalm Death, Gutalax, Crowbar, Perturbator, Smoke Blow und Drug ChurchFerropolis, Gräfenhainichen

3 Kommentare zu Lamb Of God - Ashes Of The Wake

  1. BlindeGardine sagt:

    Fantastisches Album, hat mich damals richtig weggehauen. Überall war dieser typische Reißbrett-Metalcore-Sound mit käsigen Cleanvocals angesagt und dann grätschen die dazwischen. Klar war „Ashes of the Wake“ nicht das erste Lebenszeichen der Band, aber mein erster Kontakt und mMn bis heute die stärkte Platte. Da sind sie danach so nicht mehr rangekommen, auch wenn „Wrath“ und „VII“ sicherlich nicht schlecht waren.

    10/10
    1. BlindeGardine sagt:

      Ich korrigiere mich, die wrath fand ich tatsächlich nicht so stark. Ich meinte die sacrament.

      1. doktor von pain sagt:

        Da kann ich mich anschließen, die drei genannten Alben („Ashes of the Wake“, „Sacrament“ und „VII“) sind auch meine Favoriten von Lamb of God.