Lunaris - Cyclic

Review

Jetzt wo der Black-Metal-Schuh durchgelatscht ist, kombinieren immer mehr norwegische Bands ihre Musik mit Death Metal oder wahlweise anderen Musikrichtungen. War es vor ein paar Jahren noch verpönt den schwarzen Kittel mit todmetallischen Stofffetzen zu schmücken, so gibt es nun vermehrt auch norwegische Black/Death-Hybriden oder gar komplette Death-Metal-Bands an der Oberfläche (hier z.B. Blood Red Throne). An sich ja keine schlechte Sache, denn diese Mixtur hat es ja eigentlich immer schon gegeben, wenngleich der Black Metal in Reinkultur der norwegische Exportschlager schlechthin war. Lunaris gehören zu diesen Hybriden, die den guten Black Metal mit einer deftigen Portion Death Metal mischen und dabei auch noch viele andere Dinge mit einfließen lassen. Um gleich eins vorweg zu nehmen ist, dass dies in Ansätzen zwar ganz gut gemacht ist, aber die ganze Sache doch schnell in Rumgefrickel abdriftet. Dabei ist der Opener „Mendacities Of A Corporate Messiah“ eigentlich verdammt heftig geworden, denn hier können besonders die Drums gut kesseln. In der Kombination weiß auch der Gesang zu gefallen, aber zur Hälfte des Songs geht es auch schon mit einigem Wirrwarr los. Es kommt einem oft so vor, als ob die Burschen den Roten Faden verlieren und dies mit Schnelligkeit und Härte überspielen wollen. Dazu gesellen sich nicht gerade positiv die verschiedenen Instrumente und Spielarten, die dieses „nicht Fisch – nicht Fleisch“-Gefühl noch verstärken. „I.A.D.“ wirkt durch den hohen Männergesang und die unpassenden Gitarrenparts überdies irgendwie Fehl am Platze. Der hohe Männergesang ist aber nicht unbedingt immer unpassend, denn bspw. ist dies in „Casualties Of Peace“ eine gelungene Abwechslung zum Black-Metal-Gesang. Ich finde einige Facetten dieser Scheibe durchaus hörenswert und interessant, aber im Gesamtbild viel zu unübersichtlich und konfus. Da helfen auch die Namenhaften Gastmusiker von Testament, Borknagar oder Arcturus nicht unbedingt weiter.

29.04.2004

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