Lutharo - Hiraeth

Review

Nach zwei ordentlichen EPs zeigen LUTHARO nun mit „Hiraeth“, was sie auf Albumlänge zu bieten haben. Dabei schert sich die Band aus Hamilton, Ontario nicht großartig um eng abgesteckte Genregrenzen und schickt einen vitalen Bastard aus hartem Power Metal, zeitgemäßem Thrash und einer Prise Melo Death ins Rennen.

LUTHARO geben Stoff

Nach einem kurzen Intro geben LUTHARO mit „To Kill or to Crave“ gleich ordentlich Vollgas. In Sachen Riffs haben sich die Kanadier beim Opener scheinbar ein wenig von MEGADETH inspirieren lassen. Dazu brüllt sich Frontfrau Krista Shipperbottom die Seele aus dem Leib, packt aber teilweise auch ihre klare Power-Metal-Stimme aus, der im weiteren Verlauf des Albums noch mehr Raum gewährt werden soll. Auch wenn es sicherlich Vertreter gibt, die im jeweiligen Bereich etwas variantenreicher unterwegs sind, so sitzt die Dame doch in beiden Disziplinen fest im Sattel.

Stücke wie das flotte „What Sleeps In Your Mind“, das mit symphonischen Keyboardpassagen angereicherte „Phantom“ oder das mit fetzigen Soli durchzogene „Worship Your Path“ haben durch die druckvolle Produktion und das absolut tighte Zusammenspiel der Instrumentalfraktion zwar ebenfalls gehörig Wucht, tendieren aber stärker zum modernen Power Metal. Hier dominieren hoher Klargesang und melodische Leads, wobei LUTHARO nicht selten an die Landsleute von UNLEASH THE ARCHERS erinnern, auch wenn Krista Shipperbottom mit einer Brittney Slayes wie gesagt nicht ganz mithalten kann.

Die Mischung machts

Demgegenüber stehen mit „In Silence We Reign“ und dem brachialen „Eclipse“ weitere Stücke, die sich eher am Härtegrad des Openers orientieren, dazu mit Melo-Death-Elementen gespickt sind und Vergleiche mit aktuellen ARCH ENEMY zumindest im Ansatz zulassen. „Hopeless Abandonment“, „Valley of the Cursed“ und der dramatische Rausschmeißer „Lost in a Soul” wiederum setzen sich gekonnt zwischen die Stühle und überzeugen mit einer ausgewogenen Mischung aus bissiger Härte, dezenter Theatralik und eingängigen Refrains.

LUTHARO bieten auf „Hiraeth“ somit ein ziemlich rundes Gesamtpaket. Energiegeladen, abwechslungsreich, dabei modern und doch irgendwie der Tradition verpflichtet. Klar, Verfechter von Reinheitsgeboten, die zudem unbedingt eine analoge 80er-Jahre-Produktion brauchen, sollten um LUTHARO einen großen Bogen machen. Für aufgeschlossene Fans der oben genannten Genres, die gleichermaßen Wert auf Wumms und Catchyness legen, dürfte „Hiraeth“ wiederum ein sehr spaßiger Ritt werden.

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08.10.2021

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