Mindfar - Prophet Of The Astral Gods

Review

Wenn es Ecken auf dieser Welt gibt, wo Melodien und Opern eine große Rolle spielen, dann dürften diese Regionen jenseits der Alpen liegen. So dachte sich der Komponist und Gitarrist Armando De Angelis, dass es an der Zeit wäre, seine Zuneigung bezüglich Musik, Film und Literatur zu kombinieren. Dass Ergebnis heißt MINDFAR, welche mit “Prophet Of The Astral Gods“ ihren Zweitling veröffentlichen und auf “The Dark Tower“ aus dem Jahr 2017 folgen lassen.

„Prophet Of The Astral Gods“ – passender Sound zu Film und Buch als musikalisches Rollenspiel

Eine One-Man-Show ist Armando jedoch nicht. Für die jeweiligen MINDFAR-Projekte schlüpfen diverse Gastmusiker in Rollen. Auf “Prophet Of The Astral Gods“ sind unter anderem Anders Sköld (VEONITY) oder Ignacio Rodriguez (DAMNATION ANGELS, AZEROTH) am Mikrofon zu hören. Bei der Instrumentenfraktion wirken zum Beispiel Manuele Di Ascenzo am Schlagwerk und der ehemalige Labyrinth Keyboarder Andrea De Paoli mit.

Sehr passend zur aktuellen Zeit befassen sich die Lyrics mit der historischen und zukünftigen Fiktion bezüglich der Entwicklung der Menschheit. So übernehmen die Menschen an den Mikrofonen die entsprechenden Figuren. Der Prophet ist genauso dabei wie ein Diktator, das Orakel, der Seefahrer und auch ein Messias ist im Angebot. Nur ein Schelm kommt auf die Idee, dass es sich hier um real existierende Menschen handeln könnte.

Trotz Diktator, Orakel und Messias – Melodie und Eingängigkeit stehen im Vordergrund

Musikalisch bewegt man sich zwischen symphonischer Filmmusik und powermetallischer Rockoper mit progressiven Elementen. Dabei liegt das Augenmerk immer auf Melodie und Eingängigkeit. Da das Projekt aus Italien stammt, geht es ohne eine kitschige Attitüde nicht ganz. “Keeper Of Your Destiny“ macht den runden Anfang, der Kitsch schwimmt mit, gewinnt aber nicht die Oberhand. “The Eye Of Ra“ überrascht mit orientalischen Tönen und streut dann und wann progressive Elemente mit ein, “Heroes And Wonders“ erhöht den symphonischen Anteil und es wird mehr Rockoper inklusive mehrstimmigen Gesang.

Das mehr als 13 Minuten laufende “One Prophet“, “Walls“ und “Rapsodia“ können als Rock meets Classic umschrieben werden. “Sent From The Stars“, “Revolution“ und  “Spirits Of War“ ändern die Tonlage und lassen melodischen Metal, auch mal mit etwas Power ausgestattet, auf den Hörer los. Die symphonisch akustische Ballade trägt den Namen “Beyond The Edge Of The World“. Das Finale der Aufführung “Ascended To Divinity” liefert, wie es sich für ein letzten Akt einer Oper gehört, nun alle Elemente und jeder Musiker darf seine Töne beitragen mit dem klaren Fokus auf die Melodie.

Mindfar – die italienische Antwort auf AVANTASIA

Wer auf Sachen wie AVANTASIA oder Timo Tolkki’s AVALON steht, sollte auch mal in “Prophet Of The Astral Gods“ des Projekts MINDFAR hören. Für einen italienischen Output ist der Kitschfaktor angenehm gering. Es gibt reichlich eingängige Melodien auf die Ohren, allerdings auch Abwechselung mit symphonischen und teilweise progressiv metallischen Tracks. Unter dem Strich bleibt ein leicht zu konsumierendes Machwerk, welches über die Laufzeit von mehr als 65 Minuten locker runterläuft und gute Unterhaltung bietet.

22.03.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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