Mondo Generator - Fuck It

Review

Nach acht Jahren Pause melden sich MONDO GENERATOR mit dem Album „Fuck It“ zurück. Die Band aus der Desert-Szene dreht sich hauptsächlich um ex-KYUSS und ex-QUEENS OF THE STONE AGE Bassist Nick Oliveri. Die Verbindung zu KYUSS ist unschwer am Namen zu erkennen, der einen Titel auf dem Album „Blues For The Red Sun“ widerspiegelt. Aber auch musikalisch zeigen sich die Wurzeln des Frontmanns auf dem neuen Album.

Eine Mischung aus Stoner und Punk

Mehrere Songs auf der Platte erinnern sehr an die frühen QOTSA. Tracks wie „Nowhere Man“, „Fuck It“ und „Listening To The Daze“ könnten auch von „Rated R“ stammen. Das ist eine durchaus positive Kritik, denn die Songs haben diesen unvergleichlichen Flair und Groove, mit dem QUEENS OF THE STONE AGE so bekannt wurden. Außerdem zeigt es auf, dass nicht nur Joshua Homme QUEENS OF THE STONE AGE ist oder war. Hier und dort kommen auch KYUSS-Anleihen durch, die ironischerweise am deutlichsten im Song „Kyuss Dies!“ zu hören sind, mit dem sich Oliveri von seiner musikalischen Vergangenheit distanzieren möchte. Unter anderem mit dem klaren Satz „I’m moving on!“ im Refrain.

Die große Stärke von MONDO GENERATOR ist allerdings dort zu hören, wo die Band sich von den musikalischen Wurzeln Oliveris löst und geraden Punk Rock spielt, der an manchen Stellen in den Hardcore abdriftet. Tracks wie „Up Against The Void“, „Turboner“ oder „It’s You I Don’t Believe“ strotzen nur vor Energie. Die Musik ist wild, roh und geht einfach nur auf’s Maul.

Zehn Tracks hätten gereicht

Allerdings gibt es auf dem Album ein paar Negativpunkte. Zunächst einmal ist Oliveri nicht der begabteste Sänger. Darunter leiden die Songs, in denen er versucht, etwas mehr Melodie in seinen Gesang unterzubringen. Gute Beispiele dafür sind „Nowhere Man“ und „Kyuss Dies!“. Oliveris Gesang funktioniert am besten, wenn er roh und wild den Text rausbölkt. In der Hinsicht hat sein Gesang etwas von Henry Rollins von BLACK FLAG.

Der große Kritikpunkt ist allerdings, dass spätestens nach „S.V.E.T.L.A.N.A.S.“ alles auf dem Album gesagt wurde. Es kommt nichts Neues, was sich in irgendeinerweise relevant anfühlt und nicht in Hintergrundbeschallung abdriftet. Mit Ausnahme von dem oben angesprochenen „It’s You I Don’t Believe“ findet sich ab dem Punkt auch kein weiterer Wachmacher. Es ist einfach Overkill. Dadurch ist „Fuck It“ ein solides Album, welches eine gute Menge fetziger Songs beinhaltet, aber für meinen Geschmack zu lange geht.

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06.03.2020

"Und sonst so?"

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