Moorgate - Sodomite Land Of The Damned

Review

Vor gut eineinhalb Jahren veröffentlichten die Schweden MOORGATE über Cutting Edge Records ihr Debüt-Album „Close Your Eyes And Fade Away“ und ließen mit ihrem melodischen Death Metal zumindest in Teilen aufhorchen. Für ihren aktuellen Output ging die Band allerdings einen Schritt zurück, denn MOORGATE vertreibt die Mini-CD „Sodomite Land Of The Damned“ nunmehr selbst. Was zunächst wie ein Bruch aussieht, entpuppt sich auf den zweiten Blick fast schon als logische Konsequenz, schließlich hat sich auf personeller wie auf musikalischer Ebene bei den Schweden einiges getan. So agieren MOORGATE derzeit nicht nur als Trio, sie haben überdies ihrem Sound eine grundlegend neue Ausrichtung gegeben.

Wenn sich das Debüt nämlich noch verstärkt durch IRON MAIDEN-Einflüsse und vereinzelten Klargesang auszeichnete, sind diese Elemente nunmehr vollständig verschwunden oder nur noch indirekt vorhanden. Denn zunächst frickelt sich die Band in „The Cleansing“ durch melodische Riffs in bester AT THE GATES- oder DARK TRANQUILLITY-Manier. Bei „When I Am Dead“ wird das Tempo plötzlich gedrosselt und es halten vermehrt doomige Passagen Einzug. Die Eingangsequenz von „Trinity“ klingt wie alte MY DYING BRIDE zu „I Am The Bloody Earth“-Zeiten, bevor das Tempo zwischenzeitlich anzieht und der Track an „Coloured Funeral“ der Franzosen MERCYLESS erinnert. Das klingt zwar in der bloßen Beschreibung etwas „dated“, ist aber alles andere als uncharmant.

Nach dem eher unspektakulären „Rebuilding Our Existence“ folgt schließlich der mehr als sieben Minuten lange Track „Across The Dimensions“, der mit atmosphärischem Gitarren- und Bassgezupfe beginnt, nur um anschließend ordentlich Fahrt aufzunehmen und immer wieder zum melodischen Eingangsriff zurückzukehren. Und gerade durch solche Passagen offenbart sich die Entwicklung der Schweden – MOORGATE sind auf einem guten Weg, sich ihre eigene kleine Nische im Death Metal einzurichten.

Weshalb dennoch „nur“ sechs Punkte unter der Kritik stehen? Zunächst ist die Produktion zu nennen, die „Sodomite Land Of The Damned“ einen matschigen Gitarrensound verpasst und im Gegenzug den Bass zu sehr in den Hintergrund drängt. Zudem sind im kompositorischen Bereich noch Verbesserungen möglich, um die vorhandenen Gegensätze geschickter in Szene zu setzen. Denn wie bereits angedeutet, sind MOORGATE in nicht wenigen Passagen unerhört spannend, und „Trinity“ und „Across The Dimensions“ sind als Ganzes starke Songs.

15.08.2008

- Dreaming in Red -

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