Murderdolls - Women And Children Last

Review

Tja, lang ist’s her, dass eine Formation namens MURDERDOLLS mit einem gewissen Joey Jordison, seines Zeichens SLIPKNOT-Drummer mit „Beyond The Valley Of The Murderdolls“ mediales Aufsehen erregt und einiges an kommerziellen Erfolg nach sich gezogen hat. Das war vor acht Jahren, im Jahr 2002. Seither ist es still, um dieses Sideprojekt geworden, denn Jordison und sein Kumpane im Geiste Wednesday 13 haben sich in der Zwischenzeit fokussiert auf SLIPKNOT bzw. die WEDNESDAY 13-Solokarriere konzentriert. Ende 2009 und im laufenden Jahr hat es der gemeinsame Terminkalender aber wieder zugelassen, dass die beiden zusammen mit drei Sessionmusikern wieder unter dem Banner der MURDERDOLLS rocken können.

„Women And Children Last“ ist dabei herausgekommen. Ausgestattet mit einem an SLIPKNOT erinnernden Cover und einem knüppelharten Einsteiger („Chapel Of Blood“) spielen sich die MURDERDOLLS durch ein durchaus unterhaltendes Programm aus schnellen, eingängigen Titeln („Nowhere“), nach vorne preschenden, brettharten Stampfern („Bored ‚Till Death“) und kratzigen, ein wenig an frühe GREEN DAY anmutende Punkmelodien („Summertime Suicide“). Das Ganze weiß auch gleich auf Anhieb zu gefallen und lässt einen die ein oder andere, von Herrn Wednesday Reibeisen-mäßig vorgetragene Zeile sofort mitgrölen. Im Grunde bleiben die MURDERDOLLS ihren 2002 verwendeten Ingredienzien also treu, auch wenn „Women And Children Last“ viel eingängiger und weniger sperrig daher kommt, als sein acht Jahre alter Vorgänger.

Das große Problem der Platte ist aber nicht, dass so mancher Song im amerikanischen Radio eigentlich das Zeig für rotierendes Airplay hätte, viel mehr nutzen sich manche Melodien und Refrainwiederholungen einfach zu schnell ab, um wirklich dauerhaft in den Gehörgängen haften zu bleiben. Ich persönlich finde das sehr schade, denn „Women And Children Last“ ist eine Dreiviertelstunde voller knackiger Riffs und Melodien und arschkickenden Vocals („Death Valley Superstar“). Leider hat das Album aber nichts zu bieten, was man nicht irgendwo schon einmal in dieser Art gehört hätte. Trotzdem eignet sich die neue MURDERDOLLS definitiv für deftige Grillabende und headbangende Autofahrten, denn „Women And Children Last“ ist zwar alles andere als perfekt und innovativ, Spaß macht diese Platte aber definitiv. Und genau das wollten Jordison und Wednesday ja auch erreichen…

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22.08.2010

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