Nekrovault - Nachhut: Toward the Towering Tomb

Review

2020 haben NEKROVAULT dem jährlichen Debütantenball ihren finsteren Stempel aufgedrückt. „Totenzug: Festering Peregrination“ hatte zwar weniger was von einem ausgelassen Fest, war dafür aber umso berauschender. Eine ähnliche Sogwirkung zeigt jetzt auch der Nachgang. Denn „Nachhut: Toward the Towering Tomb“ ist ein Beleg dafür, dass das Format EP heutzutage viel zu Unrecht oft beiseitegelassen wird.

NEKROVAULT zeigen eine starke „Nachhut“

Zwei Songs und 19 Minuten lassen NEKROVAULT gut ein Jahr später aus der Unterwelt. In „Where the Fog Entombed the Light“ und „Black Hole Grave Millstone“ lassen die Memmiger wenig Zweifel für die großen Lobeshymnen für ihr Debüt. Noch einen Funken doomiger als der Full-Length-Einstand entfaltet sich „Nachhut: Toward the Towering Tomb“, als lavartiger Strom fließt das Gemisch aus Black-, Death- und Doom Metal. Gerade in „Where the Fog Entombed the Light“ zeigen sich die deutlichen Black-Metal-Einlüsse. Auch die Verwendung von halbklarem, beschwörendem Gesang im Zusammenspiel mit den Growls gibt dem ohnehin finsteren Klangbild eine weitere, einnehmende Facette. „Where the Fog Entombed the Light“ zeigt sich dagegen etwas tödlicher, aber nicht minder düster. Stattdessen walzt sich der Song über gute acht Minuten, besitzt aber auch immer wieder explosive Eruptionen, die äußerst wirkungsvoll die Spannung aufrechterhalten.

„Nachhut: Toward the Towering Tomb“ ist Werbung für das EP-Format

Da liegt dann auch die Quintessenz dessen, was NEKROVAULT ausmacht. Es ist durchgehend spannend, detailreich und atmosphärisch. Es wirkt nichts, als wäre es dem Zufall überlassen, sodass trotz ausschweifender Spielzeit in zwei Songs eine Menge passiert, dass sowohl SULPHUR AEON-Hörer als auch jene, die im Bann des aktuellen THE RUINS OF BEVERAST-Albums stehen, hier ein weiteren Jahreshöhepunkt finden können. Dass mir persönlich die angeschwärzteren Passagen noch einen Ticken besser gefallen, sei nicht ausgeklammert – am Ende bleibt sowieso nur eins zu sagen. „Nachhut: Toward the Towering Tomb“ lohnt sich. Punkt.

03.01.2022

Chefredakteur

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Nachhut: Toward the Towering Tomb' von Nekrovault mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Nachhut: Toward the Towering Tomb" gefällt.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 34296 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

2 Kommentare zu Nekrovault - Nachhut: Toward the Towering Tomb

  1. ultra.silvam sagt:

    Super Platte. Nach wie vor eine der besten deutschen Death Metal Bands.

    8/10
  2. Schraluk sagt:

    Kann ich nur zustimmen, EP ist nach dem feisten Album auch wieder ziemlich dick geworden.

    8/10