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Next Damage - The Other Way

Review

NEXT DAMAGE aus Gießen gründeten sich im Jahre 2007 und veröffentlichten bereits 2010 ihr erstes Album “The Other Way”, das mir nun zur Rezension vorliegt. Darauf kredenzen die vier Musiker recht leicht verdaulichen, vorhersehbaren, aber ganz coolen, entspannten Thrash Metal, der auch Einflüsse aus altem Heavy Metal und Hard Rock nicht scheut. Die zehn Kompositionen sind überwiegend im flotteren Midtempo angesiedelt und häufig gespickt mit einer ordentlichen Portion Groove (“Temptations”). Hin und wieder treten NEXT DAMAGE das Gaspedal etwas weiter durch (“The Other Way”), selten wird aber auch mal einen Gang zurück geschaltet (“Hope Remains”, “Darkened World”), was für ein angenehmes Maß an Abwechslung sorgt. Hier und da werden ein paar Heavy Metal-Soli eingestreut, hier können die Hessen jedoch noch einiges dazu lernen. Ein weiterer kleiner Wermutstropfen sind die Vocals von Fronter Anthony „Ente“ Ulbrich, der zu krampfhaft versucht, James Hetfield von METALLICA zu kopieren, qualitativ jedoch nicht ansatzweise an sein Vorbild heran reicht. Zwar trifft der werte Herr die Töne und tut sein bestes, variabel und energisch zu agieren, seine Stimme kommt jedoch einfach zu drucklos und nicht knackig genug daher, außerdem fehlt ihr eindeutig etwas Markantes, Charakteristisches.

“The Other Way” ist ein typisches Album zum Auto fahren. Es macht zwar Spaß und hat auch Momente, die kurz Aufhorchen lassen, verzichtet jedoch weitesgehend auf wirkliche Höhepunkte und plätschert die meiste Zeit beiläufig vor sich hin. Der Funke springt nie so richtig über, man verpasst auch nichts, wenn man nicht konzentriert zuhört. Insgesamt objektiv also glatter Durchschnitt: fünf Punkte. Dennoch erhöhe ich auf sechs, denn “The Other Way” hat irgendetwas Charmantes, Sympathisches an sich, das über so manch kleine Schwäche hinweg sehen lässt.

27.03.2011

Der metal.de Serviervorschlag

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