Nihilo - The Flaming Bed In Benum & The Antichrist

Review

Die feinen Kräuterbonbons der Marke Ricola kommen also aus der Schweiz, ebenso wie der Käse…der mit den Löchern drin. Irgendjemand muss die Löcher aber doch da hineinbomben. Da die Old-School-Deather NIHILO nun aus besagter Alpenregion stammen, ist nun die Prüfung an der Reihe, inwiefern diese Truppe das Potenzial hat, für derartige Auswirkungen zu sorgen. Die Bewertung dessen kommt nun auf die Betrachtungsweise an, denn ordentlich zuprügeln kann der Fünfer schon, doch um wirklich etwas richtig Wuchtiges zu kreieren reicht es dann irgendwie nicht. Dazu ist das Material auf den beiden zusammengelegten EP’s “The Flaming Bed In Benum“ und “The Antichrist“ zu konventionell und aussagelos.

Klar, NIHILO haben sich einiges abgeschaut, denn musikalisch klingt das Ganze nach einem altertümlichen Mix aus Thrash und Death Metal, gerade als sich die Schere zwischen diesen beiden Spielarten immer weiter auseinander zu entfernen drohte. Geographisch ist das gute Stück am ehesten über dem großen Ozean in den USA angesiedelt, vielleicht bei frühen Ausdünstungen von DEICIDE und Konsorten, auch wenn das zwischenzeitliche Thrash-Riffing auch ein wenig an die alte deutsche Schule erinnert. Für mich wirken die Stücke auf der neueren EP “Antichrist“ ein wenig ausgefeilter. So etwa beim Titeltrack, der einem treibendem Part, inklusive Solo zum Schluss hin aufwartet und das Songwriting damit ein wenig entzerrt.

Ansonsten beschränken sich die sechs Songs gnadenlos aufs Wesentliche, wenig Schnörkel, dafür hemmungslose, manchmal fast schon zwanghaft wirkende Geradlinigkeit, untermalt von tiefen Growls. Leider entwickelt sich auch hier nach mehrmaligem Hören weder ein tiefsinnigerer Schlüssel zur Musik, nach tun sich atmosphärische Berührungspunkte auf. NIHILO steht ganz offensichtlich für den leidenschaftlichen Raser, der trotz Führerscheinentzug weiter fährt. Die Schweizer drücken ihr Ding durch – wer genauso versessen auf amerikanisch angehauchten Old-School-Death-Metal ist, der darf hier sicher bedenkenlos reinhören.

23.03.2012

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