Northern Tales - A Vocalist's Diary

Review

Mag der Name der fünfköpfigen deutschen Künstlervereinigung Northern Tales auch zunächst stark nach Viking-Metal klingen, so werden doch der Titel der Scheibe und das Artwork die wahre Stilrichtung vorgeben: Melodic-Death-Metal wie er Göteborg-lasiger kaum sein könnte! Es stellt sich hier wie immer die Frage nach dem Sinn eines 10001sten In-Flames-Clones, wo doch das Original immer noch aktiv ist und gerade mit dem neuesten Output „Clayman“ nach wie vor hoch im Kurs bei den meisten Fans steht. Zwar würde ich die Mucke eher mit Werken der Ära „Whoracle“ vergleichen, aber man agiert hier natürlich zwei Klassen unter den Ausnahme-Heroen aus Schweden. Das auch die äußeren Bedingungen, sprich Sound und Produktion, in keiner Weise mit dem „großen Bruder“ mithalten können, erhöht den Reiz dieser Produktion ebenso wenig. Man muss natürlich unbedingt betonen, dass hier gute bis sehr gute Gitarrenarbeit geliefert wird, der Sänger ist auch nicht gerade untalentiert, er schafft nicht wenige Stimmlagen mit Bravour. Es gibt weiterhin auch keinen schlechten Song auf der kompakten und reichhaltigen Veröffentlichung, und es geht auch immer abwechslungsreich und einprägsam zur Sache, so dass man die Scheibe nicht nach einmaligem Hören vergisst. So muss man die Qualität von Titeln wie dem weitläufigen und vielseitigen Meisterstück „Thousand Miles to Rail“ und dem treibenden und knackig arrangierten „Son of Mourning“ auch gebührend würdigen. Deshalb mein Fazit: Wenn es IF und Co nicht schon ewig gäbe, hatte die Band durchaus mehr Punkte verdient, aber bei der Flut an Veröffentlichungen muss man eben ein bisschen sieben, sorry! Allen Melodic-DM-Junkies mit Entzugserscheinungen sei der Kauf dieser Platte, die doch, insgesamt gesehen, eine mehr als runde Sache ist, aufs Wärmste empfohlen. Es gilt halt immer noch der alte Spruch: Besser gut geklaut als schlecht erfunden!

29.03.2001

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