Obsolete Incarnation - New Breed Of An Uncurable Disease

Review

Newcomer gibt es im Überfluss innerhalb der Szene, auch wenn das absolute Trendhoch mittlerweile weitgehend überstanden zu sein scheint. Trotz einem hohen Maß an spieltumseigenem Spezialfaktor hatte es der Brutal Death Metal zwischenzeitlich geschafft, zur Modesportart zu werden. So wurde grundsätzlich so ziemlich alles als “brutal“ eingestuft, was in irgendeiner Form aggressiver war, als Lied 3 aus dem Kirchenheft. Nach entsprechender Welle halten heutzutage prozentual wieder mehr Bands Einzug, die tatsächlich etwas zu bieten haben und eben auch mit Herzblut bei der Sache sind. Das merkt man den im Jahr 2009 gegründeten OBSOLETE INCARNATION ebenfalls zweifelsohne an.

Die Gummersbacher haben sich mit ihrem Debütalbum “New Breed Of An Uncurable Disease“ eine ganze Menge Zeit gelassen, lassen dafür aber durchaus gewissermaßen Staunen – zumindest was sowohl die mächtige Kompromisslosigkeit, als auch die kleinen technischen Feinheiten angeht. Soll heißen, die Jungs aus dem Bergischen Land haben mächtig was im Köcher, befinden sich aber mit ihrem Erstling noch in der Einordnungsphase ihres fraglos großen Talentes.

So rollen die Deutschen innerhalb von 40 Minuten mit einer geradezu perversen Urgewalt über den Hörer hinweg, liefern trotzdem noch anspruchsvolle Soli und feine Hooks, lassen aber gleichsam dennoch manchmal die Songdienlichkeit dessen etwas vermissen. Gesät wurden die Hassperlen zu einem extrem großen Anteil sicherlich in den USA, auch wenn die naheliegendsten Referenzen am ehesten im europäischen Nachbarraum zu finden sind. Mir kommt somit eine moderne Schnittmenge irgendwo zwischen ABORTED und BENIGHTED in den Sinn, obwohl OBSOLETE INCARNATION ein wenig geradliniger orientiert sind und damit einen Tick mehr puristischer in Richtung Brutal Death Metal zu verorten sind.

Stil A oder Stil B – Fakt ist in jedem Fall, dass der Fünfer wüster taktet als ein V8 und die nächste Zeit lediglich noch darauf verwenden muss, sich einen eigenen Parkplatz zu suchen. Das Fahren (mit dem Schredder) klappt schon ganz ordentlich.

25.02.2015

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