Open The Skies - Conspiracies

Review

In der Presseinfo zu diesem neuesten Machwerk der Firma Emo & Company heißt es: „OPEN THE SKIES […] stehen für frische, melodisch-harsche Aggression. Die Jungspunde aus dem britischen Surrey haben ein Gespür für feinste Hooklines, die aus dem typischen Screamo-Raster herausfallen, treten aber auch amtlich metallisch Arsch. ‚Conspiracies‘ hinterlässt dadurch eine anständige Duftmarke in der Szene.“

Nette Phrasen, liebe Leute, aber leider ist das so ziemlich alles an den Haaren herbeigezogen – dass die Band aus Surrey kommt, mag ja noch stimmen, aber OPEN THE SKIES agieren auf ihrem Debütalbum „Conspiracies“ weder aggressiv, noch treten sie auf irgendeine Weise „metallisch Arsch“. Und selbst wenn das stimmen sollte: Seit wann ist es in der Screamo-Szene etwas Besonderes, „frische, melodisch-harsche Aggression“ und „feinste Hooklines“ zu mischen?

Ganz ehrlich: OPEN THE SKIES sind mal wieder eine dieser Bands, die genau das spielen, was hunderte von anderen, mega-innovativen Emo-(core-)/Screamo-Bands auch schon gespielt haben. Nur kommt in diesem Fall noch erschwerend hinzu, dass der Gesang nicht nur auf die übliche Weise nervig, sondern mit seiner quäkigen Tonlage gar nervtötend ist.
Ansonsten kann ich hier leider nur das aufführen, was ich schon in den letzten Reviews dieser Art geschrieben habe: Nerviger Gesang, nervige Texte, 08/15-Riffs, hier und da melodisches, pseudo-melancholisches (Halb-)Akkustik-Geplänkel, mal ’nen Moshpart, damit man auch „metallisch Arsch“ tritt, hier und da kommen dann noch Shouts und Screams hinzu. Für letztere bin ich übrigens überaus dankbar, weil immer dann dieser nervende, quäkende Gesangsersatz für kurze Zeit von der Bildfläche verschwunden ist.

„Conspiracies“ ist nicht nur ein „normaler“ Griff ins Klo, sondern einer in eine ungespülte Keramikschüssel – kurz: scheiße! Hier kann nichts überzeugen, weder Songwriting, noch Atmosphäre (gibt’s nämlich nicht), noch Feeling, noch die Genre-typische Produktion. Leute, falls ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet: „Emo“ leitet sich von „emotional“ ab! Sorry, aber dieses Album fällt bei mir komplett durch. Sollte es unter unseren Lesern 14-jährige Emo-Kiddies geben, die ihr Geld für jeden Scheiß ausgeben, der auf den Markt geworfen wird, dürfen diese „Conspiracies“ und OPEN THE SKIES gerne mal antesten, alle anderen lassen aber lieber mal die Finger davon!
Ich gebe einen Punkt dafür, dass die Musiker wissen, wie sie ihre Instrumente zu halten haben. Eine „anständige Duftmarke“ hinterlassen OPEN THE SKIES in der Szene mit Sicherheit nicht. Es sei denn, damit ist ganz ohne Metaphern der Gestank von Hundeexkrementen gemeint.

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22.09.2008

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