Paganize - Evolution Hour

Review

Schon bei den ersten Klängen der Silberscheibe wird klar: Hier sind keine Anfänger am Werk! Und wenn man sich das Booklet einmal anschaut, dann weiß man auch, warum es sich so anhört. Hinter PAGANIZE verbergen sich solch illustre Namen wie Trym (EMPEROR, ZYKLON) oder Geir Helge Fredheim (WINTERSTRAIN). Nun werdet ihr euch fragen: Wie klingt denn bitteschön Heavy Metal, bei dem jemand von EMPEROR seine Finger im Spiel hat? Ganz einfach: Richtig klasse!

Denn bereits der Opener „The Hour“ macht deutlich, dass es die fünf Jungs wirklich ernst meinen. Besonders Drummer Trym macht einen guten Job und zeigt, dass er neben dem üblichen Gebolze auch technisch nicht zu unterschätzen ist. EMPEROR-Fans wissen das natürlich. Sänger Geir erinnert hier und da an Geoff Tate (QUEENSRYCHE), was besonders den progressiven Parts gut zu Gesicht steht, denn von denen gibt es auf dem Album jede Menge. So z.B. „Conscience“, welches von den Riffs her sehr cool um die Ecke kommt. „Dark“ hingegen ist ein waschechter Heavy-Metal-Song. Schöne Melodien, gut arrangiert, spontan kommt mir IRON MAIDEN in den Sinn. Hört euch nur mal die Bassläufe an! Mit tonnenschweren, extrem schwerfälligen Riffs watet „Hollow“ auf. Bei diesem klagvollen Song haben die Jungs wohl ihre Liebe zum „Schwarzen Album“ von METALLICA ausgelassen. Nicht schlecht. Mit „Turn The Tide“ schwingt die Band jedoch wieder den Knüppel. Und mit Geschwindigkeit kann der Fünfer ebenfalls locker umgehen. Hört euch nur mal den coolen Chorus an! Das Gitarrensolo ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Anspieltipp! An die eben bereits erwähnten QUEENSRYCHE reicht „The Wraith“ locker heran. Das Stück hätte auch von der „Operation:Mindcrime“ stammen können. Fans des klassischen Metals sollten sich sofort „Divinity In Vain“ reinziehen. Geiles Solo, superbes Arrangement, cooler Gesang. Was will man eigentlich mehr? Dahinter braucht sich „Blind Eyes“ jedoch auch nicht verstecken. Dieses, im Uptempo gehaltene, Stück, kombiniert erneut progressiven mit klassischen Metal. Das Stück entwickelt sich zum Schluss hin immer mehr zu einem richtig geilen Song. „Mary King´s Close“ überbrückt den folgenden Track ein wenig. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Der Song ist sicherlich nicht schlecht, aber nicht das Glanzlicht des Albums. „Unfolded“ hingegen geht wieder richtig nach vorne ab. Proggies aufgepass! Der Chorus fügt sich gnadenlos in den Song ein. Hätte auch von Bruce Dickinson bzw. IRON MAIDEN stammen können. Genial.

PAGANIZE machen keinen Hehl daraus, dass sie gerne die Klassiker des Metal, Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und Co. hören. Aus diesem Grunde kommen einem einzelne Element in den Songs vielleicht bekannt vor. Aber keines der zehn Stücke ist reiner Abklatsch von einer dieser großen Bands. Vielmehr ist es eine Hommage an den Metal an sich.

Mit einer Prise mehr Innovation hätte ich neun Punkte gegeben, aus den eben aufgeführten Gründen wird es deshalb eine glatte Acht.

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16.11.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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