Rancid - Tomorrow Never Comes

Review

Holt eure Nietenjacken aus dem Schrank und schnürt die Boots: RANCID sind wieder am Start! Sechs Jahre nach „Troublemaker“ melden sich die US-Punk-Veteranen mit „Tomorrow Never Comes“ zurück. Gemeinsam mit Bands wie GREENDAY, THE OFFSPRING, BAD RELIGION und NOFX trugen RANCID maßgeblich zum Punk-Revival aus Amerika in den 90er-Jahren bei. Alben wie „Let’s Go“ und der Kult-Klassiker „…And Out Come The Wolves“ sind Meilensteine aus dieser Zeit und des Genres im Allgemeinen. Mit „Tomorrow Never Comes“ wollen sie nun zeigen, dass Sie auch dreißig Jahre später noch das Publikum zum ausgelassenen Schubsetanz animieren können.

RANCID sind noch lange keine Punk-Opis

Mit dem brachialen Titelsong als Opener klappt das auch schon mal direkt richtig gut. Hier zeigt die Band, dass sie auch 2023 noch ordentlich Feuer im Arsch haben und noch lange keine Punk-Senioren sind. Das zornige „Mud, Blood & Gold“ drückt ebenso hart rein und „Devil In Disguise“ besitzt das Potenzial zu einem kleinen Hit. „New American“ klingt gut gelaunt und geht direkt ins Ohr, wohingegen „The Bloody & Violent History“ zwar wieder härter ist, aber im Vergleich zu den vorangegangenen Songs leider etwas einfallslos wirkt. Das macht „Don’t Make Me Do It“ als kurzer, aber knackiger Wutausbrauch in einer Minute jedoch wieder wett.

„Tomorrow Never Comes“ lässt Abwechslung vermissen

Auch „It’s A Road To Righteousness“ und „Live Forever“ können überzeugen. Danach fällt das Album bis zu „Eddie The Butcher“ mit seinem coolen Bass-Intro jedoch leider etwas ab, da die Songs zwar gut aufs Gaspedal drücken, aber die wirklich zwingenden Momente fehlen. Trotz hoher Geschwindigkeit plätschert alles ein wenig dahin und die Abwechslung bleibt auf der Strecke. Das Ende das Albums wird dann von „When The Smoke Clears“ eingeläutet, welches zur passenden Abschlussfrage überleitet: Was genau bleibt über „Tomorrow Never Comes“ und RANCID in 2023 zu sagen, wenn sich der Rauch gelichtet hat? Das Album zeigt, dass auch nach dreißig Jahren noch mit den US-Punks zu rechnen ist, aber lässt leider die Abwechslung vermissen. Die tanzbaren Ska-Elemente und mitreißenden Mitsing-Parts, für welche die Band in ihren besten Momenten bekannt ist, fehlen hier leider fast völlig. Der hohe Anteil an schnellen Brechern dürfte zwar live für ordentlich Ellenbogen-Action im Pit sorgen, aber ein bisschen mehr Vielseitigkeit dürfte beim nächsten Mal gerne wieder am Start sein. Der Vorgänger „Troublemaker“ klang hier im Vergleich z.B. deutlich frischer.

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18.06.2023

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