Red Rum - Book Of Legends

Review

Galerie mit 10 Bildern: Red Rum – Hörnerfest 2023

Wie viele Bands im Metal besingen das Piratendasein? Angefangen mit RUNNING WILD sprangen zuletzt sogar die symphonischen Metaller VISIONS OF ALTANTIS auf das Thema Piratenleben. Piraten und deren Hang zu alkoholischen Getränken nehmen sich RED RUM aus England vor. Sauflieder und Piratenthematiken – ist das nicht ALESTORM-Fahrwasser? So stellt sich von vornherein die Frage, ob RED RUM mit „Book Of Legends“ neue Akzente setzen können.

Was kann „Book Of Legends“ an neuen Akzenten setzen?

Um die Erwartungshaltung zu dem Werk von RED RUM richtig einzuordnen, genügt ein Blick auf die Trackliste: „Drunk And Disorderly“, „Greatest Drink (In All The Land)“ oder „50 Gallons Of Ale“: Auf dem ersten Blick liefern RED RUM kein „Book Of Legends“, sondern ein Book Of Drinks.

Nach dem Intro „Book Of Legends“ geht der Schunkel- und Sauf-Folk mit „Drunk And Disorderly“ los, wo jedes dritte Wort gefühlt mit „drunk“ daherkommt. Ist die potenzielle Kundschaft nach dem ersten Track noch nicht betrunken von der Reling gekippt, folgt „50 Gallons Of Ale“. Der Unterschied zum Vorgänger ist ein Text, wo das Wort „drunk“ nicht gefühlt sich ständig wiederholt. Ansonsten gibt es Sauf-Folk-Metal im ALESTORM-Style.

„We Pirates“ lässt mit den anfänglichen Gitarreneinsatz kurzzeitig auf einen Nicht-Schunkel-Song hoffen. Die Hoffnung ist von kurzer Dauer, es geht umgehend zurück zum Schema F und es darf weiter geschunkelt und getrunken werden. „Liar’s Dice“ reduziert tatsächlich den Schunkel-Faktor und etwas mehr Folk Metal kommt zum Vorschein. Müssen noch Worte zu Nummern wie „Greatest Drink (In All The Land)“, „Drunken Pirates (Ahoy!)“ oder „Make Port Drink Port“ verloren werden? RED RUM machen ihren Namen alle Ehre und liefern Schunkel- und Sauf-Tracks am laufenden Band.

RED RUM segeln im Windschatten von ALESTORM

RED RUM segeln im Windschatten der schottischen Genre-Kollegen ALESTORM. Dabei wurden Kronkorken, leere Rumfässer und Flaschen aus dem Wasser gefischt und zu „Book Of Legends“ zusammengesetzt. Was auf einer Party oder einem Festival noch funktionieren mag, ist auf Platte spätestens nach dem vierten sich ähnlich anhörenden Song ausgelutscht. Die Scheibe ist handwerklich nicht schlecht, scheitert neben der viel zu großen ALESTORM-Nähe an dem zu hohen Schunkel-Faktor. Nummern wie „Liar’s Dice“ haben Seltenheitswert und gehen im Dauer-Schunkel-Rhythmus unter. RED RUM und „Book Of Legends“ dürfte nur etwas für die Die-Hard-Fans von Piraten- und Sauf Metal sein, welche neben ALESTORM noch weiteres Material benötigen.

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08.04.2023

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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