Reverend Kill - His Blood Our Victory

Review

„Rocky Mountain Hydro Grind“ habe ich schon mal als Stilbezeichnung gehört und so manch anderen Stuss. Das aktuellste ist wohl der „Groovin‘ Western Canadian Style Death Metal“. Gibt’s den mit Barbecue Sauce oder mit kochend heißem Chili nach Texas Art? Der CD Aufmachung nach, ist es wohl das Chili, denn die Scheibe der Kanadier kommt feuerrot daher. Und offensichtlich auch noch aufgewärmt, denn das ist lediglich ein Re-Release des Albums „His Blood Our Victory“. Aufgewärmtes Chili? Soll ja dann noch besser sein, wie mir zu Ohren kam. Stellt sich also die Frage nach der korrekten Stilbezeichnung. „Reheated Canadian Made Texas Style Chili Death Metal“ wäre wohl passender. Bringen wir also die Geschmacksnerven mit einem guten Quäntchen Musik der kanadischen Holzhackerbuam auf Betriebstemperatur.

Das Intro zu „Child Of Frost“ wird noch mit Banjo intoniert und dann kann es aber auch schon losgehen. Melodischer Death-Metal nach Wikinger-Eintopf-Art. Und da die Wikinger sicherlich auch Kanada als erste entdeckt haben, spielen hier keine Kanadier, sondern Schweden und kommt AMON AMARTH verdammt nahe. Das hört ein Blinder mit dem linken Holzbein. Insbesondere die Vocals sind markant ähnelnd. Womit wir wieder beim Heavy-Metal-Controlling sind. Also an den Stellgrößen so lange rumschrauben, bis es passt. In diesem Fall am Problemfall Stilrichtung. Mein Vorschlag zur Güte lautet in diesem Moment also „Viking Cooked Canadian In A Chili Sauce Sweden Style Death Metal“. Hören wir weiter. „Dichotomy“ schlägt in die gleiche Kerbe, so wie, es sei vorausgesagt, praktisch alle anderen Songs auch. Wenig Abwechslung, wenig Schnörkel, viel Melodie, aber auch relativ viel Eintönigkeit und sich damit mancherorts einstellende Langeweile.

Leider ist das Songwriting nicht besonders spektakulär und die neun Stücke fallen entsprechend verhalten euphorisierend aus. REVERND KILL bewegen sich hauptsächlich im Mid-Tempo Bereich klingen hier und da (beispielsweise bei „666 Conspiracy“ oder ganz besonders beim „Midas Touch“) nach IRON MAIDEN. Bei „Frantic“ gehen sie regelrecht aus sich heraus und legen einen Zahn zu, um dann aber bald wieder in langsamere Fahrwässer zurückzukehren. Generell sind sie ein Mix aus AMON AMARTH und Heavy Metal von früher mit einem guten Schluck Death & Darkness im Trinkhorn. Wäre also abschließend festzuhalten, dass REVEREND KILL einen ordentlichen, wenn auch nicht besonders atemberaubenden „Groovy British Bulldog Style Reheated Swedish Chili Viking Death Metal From Canada and Darkness“ zocken. Soviel dazu. Wem AMON AMARTH gefällt, jenem wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch das hier zusagen.

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20.01.2010

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