1KURZ NOTIERT
Einen Originalitäts-Blumentopf räumen RUTHLESS mit „Curse Of The Beast“ wahrlich nicht ab. Die US-Power-Metaller lärmen noch genauso räudig wie bei ihrer Gründung in den 80ern durch die Botanik und ignorieren praktisch komplett, dass die Welt um sie herum seither kräftig Karussell gespielt hat. Bei der „Keep It True“-Anhängerschaft können RUTHLESS damit sicherlich punkten, denn kompetent eingespielt sind die elf Songs plus Intro allemal. Kompositorisch wird es hingegen eher dünn und auch der Gesang von Frontmann Sammy DeJohn hätte gerne etwas variabler ausfallen dürfen.
Mit dem Titelsong legt „Curse Of The Beast“ ziemlich flott und thrashig los. Im weiteren Verlauf können (oder wollen?) RUTHLESS das Tempo jedoch nicht halten und wildern verstärkt in NWoBHM-Gefilden. So kann insbesondere „Sign Of The Cross“ seine IRON MAIDEN-Vibes nicht leugnen und als Rausschmeißer hat sich die Band mit „Metal Gods“ nicht zufällig für ein JUDAS PRIEST-Cover entschieden. Der 80er-Jahre-Spirit ist bei RUTHLESS also extrem lebendig, ohne die nostalgisch verklärte Retro-Brille bleibt aber einfach nicht genug Substanz in der Edelmetall-Waschschüssel hängen.

Ruthless - Curse of the Beast
Florian Schörg



























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