Saeko - Holy Are We Alone

Review

Hinter SAEKO verbirgt sich die Sängerin Saeko Kitamae, welche seit 2003 aktiv ist und nach Deutschland übersiedelte, um Heavy Metal Musik zu produzieren. 2004 erschien „Above Heaven, Below Heaven“, zwei Jahre später „Life“. Kitamae wurde von Musikern wie Lars Ratz und Michael Ehré unterstützt. Irgendwann ging es wieder zurück nach Japan und 2017 gab es ein erstes Lebenszeichen mit der Veröffentlichung einer Single. Vier weitere Jahre brauchte es bis zur Fertigstellung von „Holy Are We Alone“.

Dafür holte sich Kitamae prominente Unterstützung an Board. Die Drums bearbeitet Michael Ehré (GAMMA RAY, PRIMAL FEAR), am Bass ist Alessandro Sala (RHAPSODY ON FIRE) zu hören und die Gitarre spielt Guido Benedetti (TRICK OR TREAT). Als Gastmusiker fungieren der im April 2021 leider tödlich verunglückte Lars Ratz (ex-METALIUM) sowie der ehemalige DREAM THEATER-Keyboarder Derek Sherinian.

„Holy Are We Alone“ wurde mit prominenter Unterstützung produziert

Bei der Ansicht der Namen der Tracks zeigt sich eine Besonderheit: Kitamae möchte die Hörerschaft auf eine musikalische Reise durch acht verschiedene Länder mitnehmen und jeder Track wird einem Land zugeordnet. Nach dem circa einminütigen Intro geht die Reise nach Japan und „In My Dreams“. Eine Mischung aus Power- und Melodic Metal wird geboten mit einem eingängigen Refrain, Keyboardeinsatz und dem ein oder Rhythmuswechsel. Die Nummer bietet einiges an Kreativität, wirkt auf der anderen Seite ein wenig über das Ziel hinausgehend.

Syrien und „Music, My Love“ startet mit orientalischen Klängen, um in Power Metal mit einem deutlich temporeicheren Refrain überzugehen. Wie bei dem Blick nach Japan ist für einen Power-Metal- oder Melodic-Metal-Song die ein oder andere kreative Idee zu viel untergebracht, sodass auch der zweite Track deutlich über der fünf Minutenmarke liegt und nicht so richtig zum Punkt komtt.

Der Blick nach Deutschland durchschlägt mit „Rebellion Mission“ die acht Minutenmarke. Indien ist mit sechs Minuten nicht weit davon entfernt. Eine Einspielung des Shantys „Drunken Sailor“ in das recht runde, ansonsten aber gradlinige, „Never Say Never“ sorgt dafür, dass sich eine Übersättigung an kreativen Momenten zu schnell einstellt. „Heroes“ liefert zum Ende der Scheibe gradlinigen Power Metal, stellt jedoch nicht mehr als Standardware dar.

SAEKO verspielen das vorhandene Potential

SAEKO liefern mit „Holy Are We Alone“ ein kreatives Album ab. Jedoch versinken die Tracks in der ausufernden Kreativität von Kitamae. Ohne Intro und Outro befinden sich acht Songs auf dem Werk. Nur „Heroes“ schafft es, zügig zum Punkt zu kommen. Ansonsten wird die Hörerschaft mit verschiedenen Klängen, welche für die jeweiligen Länder stehen sollen, überfordert. Die Songs sind technisch gut gemacht, für Power Metal oder Melodic Metal zu ausufernd, für progressive Musik viel zu glatt und rund. Mit dem Output „Holy Are We Alone“ sitzen SAEKO zwischen den Stühlen und verspielen das vorhandene Potential.

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24.08.2021

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