Sainte Ombre - Cornélia

Review

Wer auch immer diese „Cornélia“ sein mag, der die aus Frankreich stammende Truppe SAINTE OMBRE vorliegendes Album gewidmet hat, die Dame darf sich auf jeden Fall sich geehrt fühlen, wurde doch nicht nur ein Album nach ihr betitelt, sie ist auch gleich zur Hauptdarstellern der Konzeptgeschichte avanciert.

Wenig verwunderlich dadurch auch die Tatsache, dass für die Umsetzung der Story in erster Linie Celine, die Frontdame der Band verantwortlich zeichnet, deren engelsgleiche Stimme über weite Strecken die dominante Rolle einnehmen darf und auf elegante Art gleichsam durch das Werk „leitet“.

Allerdings dürfte es nicht jedermanns Sache sein dem Vortrag von SAINTE OMBRE ohne der nötigen Hingabe und Muse zu lauschen. Zum einen  weil der immer wieder derart mit Bombast „aufgepppte“ symphonische Melodic Metal der Band durch seinen mit leichtem Hang ins frühe Gothic Metal-Genre ohnehin schon ein verdammt hohes Kitsch-Potential in sich trägt (und dieses phasenweise leider auch „ausbricht“) und zum anderen, weil französischsprachiger Damengesang mich ohnehin eher an Chansons oder Musicals denken lässt. Dadurch ist die zwar vor direkten Vergleich zu sämtlichen anderen „Female-fronted“-Bands  gefeit und vermag mit Eigenständigkeit wie nur wenige andere Formationen auftrumpfen, den Genuss von „Cornélia“ macht diese Tatsache aber leider nicht einfacher.

Mir persönlich ist – bei allem Respekt vor der musikalisch mehr als nur soliden Darbietung, die in den „metallischen“ Passagen sehr wohl für spannungsgeladenes Hörvergnügen zu sorgen weiß – durch die fast schon unverschämt melodisch und einfühlsam klingenden Gesangvor allem in den getragenen Momenten der „Zuckerguss“ einfach zu viel des Guten, während ich Rotz, Dreck und Rock hier schmerzlich vermisse.

Diesen gibt es zwar immerhin durch einen grimmigen männlichen Gegenpart zu vernehmen, doch das ist leider die Ausnahme, weshalb ich „Cornelia“ nur jenen Hörern uneingeschränkt empfehlen kann, die es zutrauen sich, auf die Kombination aus französischem Damengesang und üppig arrangierten, bombastischen Sounds einzulassen.

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31.10.2013

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