Schistosoma - From Birth On Blind

Review

Grooviger Death Metal, der auch nicht vor der Verarbeitung von Einflüssen aus dem Hardcore zurückschreckt. Diese Umschreibung dürfte im Jahre 2010 wohl nicht mehr viele Menschen hinter dem Ofen hervorlocken, zu oft gab es diese Bezeichnung in den letzten Jahren zu lesen. Auch die Franken von SCHISTOSOMA geben ihrer Mucke diesen Stempel, stellt sich natürlich die Frage, ob die Herren dem ausgelutschten Trend neue Impulse versetzen können?

Rein optisch wirkt die Arbeit der Band auf jeden Fall sehr professionell, die Eigenproduktion kommt im schicken und mehrseitigen Booklet, da hat man keine Kosten und Mühen gescheut. So löblich das ist, vielleicht hätte man aber dafür ein wenig mehr Geld in den Sound stecken sollen, denn besonders für angeblich groovigen Death Metal ist der Klang von „From Birth On Blind“ sehr dünn. Gerade den Klampfen fehlt es erheblich an Durchschlagskraft und folgerichtig wirken die Songs ein wenig zahnlos.

Doch leider gibt es auch bei den Songs an sich nichts, was mich jetzt wirklich vom Hocker reißt. Wie so viele sind die Burschen handwerklich auf der Höhe, unter groovigem Death Metal verstehe ich dann aber doch etwas mehr als hin und wieder eingestreute Referenzen an amerikanische Todesstahl-Kollegen. Ansonsten ist die Saitenarbeit ganz klar in schwedisch-melodischer, aber auch unkreativ-langweiliger Hand. Dieses typische Melodic-Death-Metal-Riffing hört man mittlerweile einfach an jeder Ecke, da hilft auch nicht der vielseitige Gesang, dem letztendlich einfach ebenso die wirkliche Power fehlt, um das Ruder noch herumzureißen.

Insgesamt also keine Innovationen, noch nicht einmal die Verfeinerung eines Stils. Daher glaube ich, dass wirklich nur die Menschen, die von melodischem Death Metal absolut nicht genug bekommen, etwas mit SCHISTOSOMA anfangen können. Das Material ist zu vorhersehbar und nicht zuletzt durch den schwachen Sound liefert die Band einfach zu wenig, um zum Kauf anregen zu können. Da hilft selbst das vermeintlich komische Sauf-/Metal-Lied „Hoschlamosh“ nicht.

20.07.2010

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