Sectu - Nefarious

Review

„Nefarious“ ist Album Nummer drei der Stockholmer Todesschergen SECTU, und damit haben die vier Musiker ein absolut sperriges, unberechenbares und schwer verdauliches Werk in die Welt gesetzt. Zunächst zur größten Veränderung seit ihrem 2012er-Album „Gerra“: Neuer Bassist ist Johan Nieman und neuer Schlagzeuger Richard Evensand, und wer die beiden von ihren anderen bzw. ehemaligen Bands (THERION, SOILWORK, EVERGREY) kennt, weiß, dass SECTU technisch einiges auf dem Kasten haben. Trotz dieser Wechsel im Line-Up setzt „Nefarious“ aber das Wirken vom letzten Album fort: Technischer Death Metal amerikanischer Schule, und wem dabei spontan der Name MORBID ANGEL einfällt, liegt gewiss nicht falsch.

Da gibt es untergründig verhallten Grunzgesang, flirrende Gitarren, Sweepings, morbide Melodien, und nicht zuletzt Tempowechsel an jeder Ecke – Evensand ist ein Meister seines Fachs. Dazu diese merkwürdig ineinander verschachtelten Gitarrenlicks mit den untergründigen Bassläufen, und im nächsten Moment wechseln sich die Gitarristen bei absolut jazzigen Soli ab. Aber „Nefarious“ ist gewiss keine Kakophonie, sondern an einigen Stellen erstaunlich schmissig (wie beispielsweise in „Convergence“). Andererseits benötigt „Nefarious“ keine gesteigerte Eingängigkeit: Das ist alles so verspielt, so verfrickelt, so gekonnt, dass einem beim Zuhören ein ums andere Mal die Kinnlade auf die Brust fällt und der Sabber auf den Schoß tropft. Und wenn es sein muss, ist die Scheibe auch zupackend, nur dass die Riffs nicht ständig wiederholt werden.

Wer also auf technischen Death Metal mit durchgehend morbider Atmosphäre und einem durchgehend hohen spieltechnischen Niveau steht, sollte SECTU und „Nefarious“ einfach mal eine Chance geben. Das Album ist verschärft gut und agiert erstaunlich zielsicher im magischen Dreieck zwischen MORBID ANGEL, BEHEMOTH und SPAWN OF POSSESSION. Stark!

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14.07.2014

- Dreaming in Red -

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1 Kommentar zu Sectu - Nefarious

  1. moosegrinder sagt:

    was für ein fieser Bastard.. braucht viel Zeit, aber es zahlt sich aus.
    Beste Death Metal Scheibe seit langer Zeit!
    Wer Gorguts‘ Obscura zu schätzen weiß sollte hier reinhören… wer nicht: wie schade für euch. Es gibt nichts besseres im Extrembereich.

    10/10