Seventh Power - The Seventh Power

Review

Ich habe so ein eigenartiges Deja-Vu-Gefühl, als ich das Line-Up von SEVENTH POWER lese. Und tatsächlich, Bill Menchen, Rod Reasner und Guest-Drummer Robert Sweet waren auch für das Fiasko unter dem Namen FINAL AXE verantwortlich, dass ich vor kurzem besprechen durfte.

Ich weiß ja nicht, was sich das Trio so vorstellt. Glauben Menchen & Co. unter einem anderen Namen bessere Musik zu machen? Gut der Stil ist ein wenig anders. Als FINAL AXE orientierten sich die Amis mehr an der NWOBHM, während SEVENTH POWER auf ihrem Debut „The Seventh Power“ schon moderner klingenden Metal spielen.
Aber modern ist in diesem Fall nicht gleichbedeutend mit besser. Auch auf „The Seventh Power“ ist das Songwriting grottenschlecht. Da wird keine Hookline aufgebaut, an der sich das Ohr festhaken kann. Von eingängigen Melodien haben SEVENTH POWER ebenfalls noch nichts gehört (obwohl auf der CD das Genre als Melodic Heavy Metal tituliert wird). Gesangliche Höhepunkte gehen unter, weil man sie einerseits kaum als Höhepunkte erkennen und bezeichnen kann und anderseits der Gesang miserabel ist. Menchen, der sich diesmal auch als Vokalist versucht, singt permanent in derselben monotonen Stimmlage und bringt weder Ausdruckskraft noch Emotionen unter. Dazu wird die Gesang mit einem merkwürdigen Hall unterlegt, der offensichtlich die Schwächen kaschieren soll und dem Ganzen vielleicht wohl auch noch eine Assoziation zu Kirchenchorälen geben soll. Letzteres würde jedenfalls zu der christlichen und religiösen Ausrichtung der Lyrics passen. Den kläglichen Vocals hilft es alles nichts.
Instrumental kann man – wie auch bereits beim FINAL AXE-Output – dem Rhythmusbereich eine bodenständige Leistung attestieren. Das Gitarrenspiel kann man dagegen nur als unter aller Kanone bezeichnen. Es zeichnet sich durch einfachstes, langweiliges Riffing und uninspirierte Soli aus.

Doch im Grunde verliere ich zu dieser Scheibe viel mehr Worte, als berechtigt wären. Deswegen mache ich es im Fazit kurz: Finger weg von „The Seventh Power“. Die CD ist keinen müden Heller wert und ich hoffe inständig, dass ich nicht mit noch mehr Bandprojekten dieser Musiker konfrontiert werde.

01.06.2008

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