Seventh Storm - Maledictus

Review

Soundcheck August 2022# 10

Miguel (Mike) Gaspar war seit Bandgründung 1992 bis Juli 2020 der Schlagzeuger bei MOONSPELL. SEVENTH STORM ist seine neue Band, die nun ihr Debütalbum „Maledictus“ veröffentlichen.

Ein neuer Sturm zieht auf – SEVENTH STORM – die neue Band von Mike Gaspar

Fast 30 Jahre war Mike Gaspar integraler Bestandteil von MOONSPELL und hat mit ihnen alle Höhen und Tiefen der Karriere durchlebt. Nach der sicherlich nicht einfachen Trennung von seiner jahrzehntelangen Bandheimat wagte Gaspar den Neuanfang und gründete SEVENTH STORM, mit Sänger Rez, den Gitarristen Ben Stockwell und Josh Riot sowie Bassist Butch Cid. Die Band wurde am 25. April 2021 angekündigt, dem Tag, an welchem 1974 die portugiesische Diktatur endete. Im Mai und Juni 2021 fanden die Aufnahmen zum Debütalbum in den Dynamix Studios in Lissabon statt. Ein Jahr später erfolgt nun die Veröffentlichung des ersten Albums „Maledictus“.

„Maledictus“ – SEVENTH STORM Of A SEVENTH STORM

Die Songs auf „Maledictus“ stammen allesamt aus der Feder von Mike Gaspar, der sich nun völlig austoben konnte und natürlich von seiner reichhaltigen Erfahrung profitiert. Herausgekommen ist eine Mischung aus Heavy Metal und Dark Metal sowie folkloristische Einflüsse. Dabei schwingt bei SEVENTH STORM immer diese Melancholie, Schwermut und Dunkelheit mit, die wir eben auch von MOONSPELL, oder aber auch von TIAMAT, kennen, und natürlich kennen wir das dynamische, abwechslungsreiche und kraftvolle Schlagzeugspiel von Gaspar. Aber SEVENTH STORM unterscheiden sich auch teils deutlich von MOONSPELL.

Das Album wir von „Pirate’s Curse“ fulminant eröffnet. Satt und kräftig mit schweren Riffs, mächtigem Schlagzeugspiel und dem dunklen, tiefen, kraftvoll voluminösen Gesang von Rez. Dazu epische Orchestrierungen, die für zusätzliche Atmosphäre sorgen. Das folgende „Saudade“ bezieht sich auf die portugiesische Kunst der Melancholie derselben Bezeichnung, Gaspar bringt wie bei seiner einstigen Band die Liebe zu Kultur und Erbe Portugals zum Ausdruck. Die eingängige, ergreifende Power-Hymne glänzt mit starken Hooks und sehr starkem Refrain. Herausragend in dem Stück und Teil der Verbindung von SEVENTH STORM mit der portugiesischen Kultur ist der klassisch gesungene, ausdruckstarke Fado-Teil. Mit „Sarpanit“ gibt es auch ein folkloristisches Interlude auf „Maledictus“. Episches und hochmelodisches Highlight des Albums ist das majestätische „Haunted Sea“.

SEVENTH STORM setzten stark auf Emotionalität und Atmosphäre. Dabei gehen sie gerne dunkel, druckvoll und massiv vor. Dazu gehören auch mal stürmische Blast Beat-Ausbrüche, was „Maledictus“ selten einen Black Metal-Touch gibt. Gleichzeitig verarbeitet die Band deutlich stärker klassische, melodische Heavy Metal-Einflüsse, als es MOONSPELL tun. Die Songs sind abwechslungsreich, dynamisch und dennoch fließend und stimmig arrangiert. So wird auch mal auf Klavier oder Streicher zurückgegriffen, die gut in die Stücke integriert wurden. Das alles hält den Spannungsbogen recht beständig. Auch wenn natürlich Mike Gaspar alle Songs geschrieben und arrangiert hat, muss man feststellen, dass alle beteiligten Musiker ihre Instrumente beherrschen, alles ist präzise gespielt. Insbesondere sticht aber Sänger Rez mit seinem melodischen und ausdruckstarken Gesang hervor, dem es gut gelingt, zwischen kraftvoll bis gefühlvoll zu wechseln. Dies trägt zum eigenen Charakter von SEVENTH STORM einiges bei.

Ein gutes Album für stürmische Zeiten

Mike Gaspar beweist mit „Maledictus“, dass er mehr ist als nur der ehemalige MOONSPELL-Drummer und –Mitsongwriter. Das Debütalbum ist stimmig geschrieben, arrangiert und von SEVENTH STORM als Einheit auch gut umgesetzt. Spannend wird es, ob und inwiefern später die gesamte Band Teil des Songwritings wird und wie sie sich als Band weiterentwickeln. Bis das die Zukunft zeigt, segeln wir mit „Maledictus“.

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04.08.2022

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

Der metal.de Serviervorschlag

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