Shades Of Dusk - Caress The Despair

Review

Aus Kanada kommen in den letzten Jahren immer mehr Bands ans Tageslicht, die ein erstaunlich hohes Qualitätslevel haben und auch halten können. Die im Jahre 2000 formierten SHADES OF DUSK haben 2006 mit „Caress The Despair“ ihr Debüt vorgelegt und gleich gezeigt, dass sie keine Anfänger sind und zudem genau wissen, was sie mit ihren Instrumenten zu tun haben.

Grundsätzlich kann man schon sagen, dass SHADES OF DUSK Death Metal spielen, jedoch mit Hang zur Melodie. Sie nehmen hörbar Abstand von Blastbeats und überhaupt Uptempo und verschreiben sich einer ausgeklügelten Fixierung auf Midtempo-Songs. Nichtsdestotrotz hat ihre Musik Kraft, denn die Burschen geben sich Mühe, ihre Songs interessant und detailliert zu gestalten. Hier und da gibt es sogar einige Zwischenteile, die auch von einer Doom-Band stammen könnten, welche gerade einen „Geschwindigkeitsanfall“ hat.

Die Produktion ist schön fett und wuchtet sich sauber durch die Gehörgänge und erinnert an alte Sunlight-Produktionen aus den 90ern. Besonders den Gitarren wird viel Raum gegeben, was der Musik sehr gut tut, denn an den Saiten passiert eine ganze Menge und es macht Freude zuzuhören.

Auch gesangstechnisch wird eine ordentliche Palette bedient. Neben gepresstem Schreigesang gibt es tiefe Growls, die ebenfalls an den Schweden-Sound der frühen 90er erinnern. Dadurch wurde die Gefahr gebannt, dass einem der Gesang auf Dauer zu eintönig wird und wertet die Musik um einiges auf.

Ein Kritikpunkt von mir ist allerdings die fehlende Abwechslung über das gesamte Album. Zwar agieren die Musiker sehr gekonnt und gestalten den einzelnen Song durch Breaks und ideenreiche Zwischenspiele relativ interessant, allerdings wiederholt sich diese Vorgehensweise über die konstante Spielzeit immer wieder aufs Neue.

Wer auf gepflegten Midtempo-Death-Metal steht, der in Groove- und variablen Doublebass-Parts sein Hauptaugenmerk sieht und auf skandinavischen Death Metal der Früh- und Mittneunziger steht (z.B. alte AMORPHIS), sollte hier unbedingt einmal reinhören, denn „Caress The Despair“ ist überdurchschnittlich gut.

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06.10.2008

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