Signum Regis - Signum Regis

Review

Was macht ein Musiker, wenn er nicht alle seine musikalischen Ideen in seiner Band umsetzen kann? Klar, er gründet eine neue/weitere Band. In diesem Fall handelt es sich um VINDEX-Bassist Ronnie König, der mit seinem neuen Projekt SIGNUM REGIS seine Vorliebe für Melodic Metal mit neoklassischen Elementen ausleben will.

Mal sehen, ob König gemäß dem Bandnamen ein Zeichen setzen kann. Unterstützt wird er in erster Linie von Mitgliedern seiner anderen Band VINDEX, was irgendwie ein Widerspruch ist. Wieso hat er die Kompositionen dann nicht gleich unter dem Banner von VINDEX umgesetzt? Nun gut, vielleicht wollte er einfach mal Bandboss spielen. Einziger nicht-VINDEX-Musiker in dem Sextett ist der schwedische Sänger Göran Edman (YNGWIE MALMSTEEN).

Die Musik auf „Signum Regis“ präsentiert sich, wie man sie bei der obigen Stilumschreibung erwarten kann: Sehr melodisch und harmonisch mit teilweise dominierenden Keyboardklängen und den typischen Gitarren-Leads des Melodic Metal. Dazu gibt es die klassischen Anreicherungen und Untermalungen, für die gleichermaßen Leadgitarre und Keyboard verantwortlich zeichnen.
Zwischen langsameren, emotionalen Stücken wie „Field Of Stars“ bis hin zu symphonischen Power-Metal-Songs in Form von „All Over The World“ ist alles vertreten, was die Spielart mit sich bringt. Bei „Neverland“ warten SIGNUM REGIS sogar mit einem typischen AOR-Chorus auf und „Follow The Light“ erinnert mich an RAINBOW zu „Down To Earth“-Glanzzeiten. Meine persönlichen Favoriten sind aber das instrumentelle „Mountain Haze“, das mit seinen Gitarren-Virtuositäten die anderen Stücke klar übertrifft, und der episch angehauchte Power Metaler „The Ten Thousand“.

Die Kompositionen sind großteils gelungen. Leichte Abzüge gibt es nur für die ultra-Schmalz-Ballade „Forever And A Day“ die mir viel zu pathetisch ist und die etwas akzentlosen Tracks „The Rain“ und „Passionate Love“.
Die instrumentale Seite ist ohne Makel. Der Gesang von Göran Edman ist in der mittleren Tonlage ausdrucksstark und in den Choralpassagen mitreißend. Etwas anstrengend sind die glücklicherweise seltenen Ausflüge in höhere Tongefilde.

Alles in allem ist „Signum Regis“ ein gutes Album geworden und für SIGNUM REGIS und Ronnie König ein gelungener Einstand in dieses Genre. Melodic-Metal-Fans werden sicherlich nicht enttäuscht werden. Auch wer auf YNGWIE MALMSTEENs Schaffen steht, sollte mal reinhören, denn Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Wir dürfen gespannt sein, wie es mit diesem Side-Projekt weitergeht.

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13.08.2008

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