Silence In The Snow - Levitation Chamber

Review

Soundcheck Juli 2019# 7

SILENCE IN THE SNOW besteht aus der Sängerin/Gitarristin Cyn M. und dem Drummer Trevor DeSchryver. Letzterer ist dadurch bekannt, dass er Touring-Drummer bei WOLVES IN THE THRONE ROOM ist und auch für DEAFHEAVEN zu den Sticks griff. Aus dieser Zeit kennt er wohl noch den Hausproduzenten Jack Shirley, der auch bei „Levitation Chamber“ hinter den Reglern gesessen hat. Bei dem Nachfolger zu dem Debüt „Break In The Skin“ gibt es also einige Verbindungen zu DEAFHEAVEN.

„Levitation Chamber“ bietet verschiedene Seiten

Und die bestehen auch nur in personeller Hinsicht. Musikalisch bewegt man sich bei verschieden Dark-Wave-Stilen: Der Opener ‚Time Will Tell You Nothing‘ kann durch die eher sphärischen Komposition im Ethereal-Bereich verortet werden. Bei den folgenden Stücken lassen sich Merkmale der alten Helden, wie THE CURE oder DEAD CAN DANCE raushören. Synthesizer als Lead-Instrument, treibende Drums und eingängige Refrains. Das ist nicht besonders innovativ, kann aber den Nährboden für gute Songs bilden. ‚Garden Of Echoes‘ überzeugt durch seine Energie, ‚Crystal Spear‘ durch seine Getragenheit

Zu alldem muss man aber auch sagen, dass sich auf der B-Seite die US-Amerikaner einen Zacken ruhiger geben. Die Drums zeigen sich nicht mehr so treibend, hier stehen die kontrastierende Dynamik, unaufgeregte Instrumentalbegleitung und infolgedessen auch Cyn M. im Fokus. Diese singt oft melismatisch und weckt damit Assoziationen an Bruce Dickinson. Durch ihre hohe Dynamik zieht sie in diesen ruhigeren Songs das Ohr auf sich, schafft es allerdings nicht die Emotionen zu transportieren, die in den Texten schlummern.

SILENCE IN THE SNOW liefern ein cooles Werk

Dem Duo gelingt hier ein hörenswertes Album, welches wunderbar düster und eingängig ist. Dabei lehnt man sich häufig an die Wegbereiter der Musikszene an, wodurch ein Beigeschmack des bereits gehörten bleibt, allerdings gelingt dadurch ein einfacher Einstieg. Ein bahnbrechendes Werk ist „Levitation Chamber“ nicht, aber es kreiert wohlige Assoziationen und bietet gute Songs. Und sollte damit den geneigten Hörer zufrieden stellen.

26.07.2019

Normal kann ja jeder!

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