Skulldriver - L.D.C.

Review

Auch in Finnland pflegt man offensichtlich den „Southern Way of Life“ – zumindest wenn es nach den Jungs von SKULLDRIVER geht, die sich mit Leib und Seele dem groovigen Southern Metal verschrieben haben. Die Kombo besteht bereits seit 2005, 2010 erschien dann der erste Langspieler „Facts, Fictions and Fucked Up Situations“. Das war damals noch reiner Underground, finanziert und verlegt wurde die Platte von der Band selbst. Anno 2019 geben die Finnen mit der 4-Track-EP „L.D.C.“ ihr Debüt beim Indie-Label Elitbolaget.

„L.D.C.“ zelebriert das Erbe des Groove Metals

Der Sound von SKULLDRIVER ist so simpel wie effektiv. Dass die Jungs die komplette PANTERA-Diskographie im Regal stehen haben, ist wirklich kaum zu überhören. Der Einfluss wird auch deswegen so unüberhörbar, weil Sänger Kuli teilweise extrem bemüht ist, wie Phil Anselmo zu klingen. Wobei er andererseits schon auch andere gesangliche Elemente einbaut, das soll der Fairness halber erwähnt sein. Dennoch, das inspirative Grundgerüst der finnischen Höllencowboys ist klar. Entsprechend kommt auch der Opener „Cirque de la Furie“ daher. Ein echter Brecher, der mit amtlichen Groove eröffnet, im weiteren Verlauf darüber hinaus fast schon Death-Metal-artige Stilmittel heranzieht. In „Blind to See“ und beim Rausschmeisser „Plague of Man“ flechten SKULLDRIVER dagegen Hardcore-Elemente mit ein. Zu guter Letzt spucken die Finnen auch noch das ein oder andere Thrash-Riff aus und fertig die die Mischung.

SKULLDRIVER machen Lust auf mehr

Insgesamt schafft die Band es, alle Elemente zu einem runden zu Sound zu verbinden. Die Produktion ist ausgewogen und die Songs haben alle ihre eigene Identität, ohne das Gesamtbild zu verwässern. Die Melodien sind eingängig, die Rhythmen packend. Hervorzuheben ist außerdem die Aggressivität, die das Opus austrahlt, ohne dabei die ganz extremen Stilmittel der Grobholz-Genres bemühen zu müssen. Einzig die sehr kurze Spielzeit gereicht zum Wermutstropfen. Gleichzeitig bleibt aber die Lust auf mehr und der geneigte Hörer hofft auf einen Nachfolger im Langrillenformat.

28.06.2019

NO FUN NO CORE NO MOSH NO TRENDS

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