Slaughterday - Dread Emperor

Review

Soundcheck Februar 2026# 2 Galerie mit 30 Bildern: Slaughterday - Growl Bowl Festival 2024

SLAUGHTERDAY sind eine norddeutsche Death-Metal-Institution. Die Band ist längst auch jenseits des Weißwurstäquators unterwegs, hat ihre ostfriesischen Wurzeln aber nie abgelegt, sodass man sie hierzulande regelmäßig zu Gesicht bekommt. Mit „Dread Emperor“ erscheint erstmals ein Album nicht über FDA Records. Wie viele andere aufstrebende Todesblei-Bands wechselte das Duo zu Testimony Records, wo auch die personell teils identische Band TEMPLE OF DREAD ihre Alben veröffentlicht. Kontakte sind also vorhanden. Musikalisch bleibt alles beim Alten: Old-School-Death mit röhrenden Vocals.

SLAUGHTERDAY bringen den schaurigen Kaiser mit

Auf ihrem sechsten Album liefert die aus Leer kommende Band eine Mischung aus schleppenden und treibenden Stücken, sodass die einzelnen Lieder trotz des engen Genres Abwechslung bieten. „Obliteration Crusade“ lädt zum langsamen Warmwippen ein – ein klassischer Headbanger für alle, die schon zwei Pils zu viel getrunken haben. „Rapture Of Rot“ provoziert stellenweise Moshpits, um dann für ein dissonantes Gitarrensolo das Tempo deutlich zu drosseln. Spannend!

Die fiesen Leads aus „Astral Carnage“ hat man anderswo schon oft gehört. SLAUGHTERDAY setzen sie jedoch pointiert ein und sorgen für eine unheimliche Atmosphäre. Auch im Titeltrack und in „The Forsaken Ones“ spielen sie mit düsterer Stimmung und viel Spannungsaufbau. Die Gruppe gehörte noch nie zu den 40-Minuten-Durchknüpplern, setzt die Gewaltausbrüche hier aber besonders gezielt ein. Das PROTECTOR-Cover „Golem“ fügt sich für Unwissende problemlos als zehnter SLAUGHTERDAY-Song in das Album ein.

„Dread Emperor“ baut den Status der Band weiter aus

Mit ihrem sechsten Album liefern SLAUGHTERDAY ein weiteres Argument dafür, warum ihre Fanbasis stetig wächst. Neuerungen oder Innovationen bietet „Dread Emperor“ zwar nicht und vielleicht war das Songmaterial auf „Tyrants Of Doom“ noch einen Tick stärker, doch Old-School-Death-Metal-Fans können sich die neue Platte der beiden Bartträger ohne Gewissensbisse ins Regal stellen.

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06.02.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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