Slaughterday - Abattoir

Review

Galerie mit 12 Bildern: Slaughterday auf dem Summer Breeze Open Air 2016

SLAUGHTERDAY stammen aus Ostfriesland, jenem norddeutschen Landstrich, in dem seit jeher ein Stück abseits des großen Medieninteresses feinster Todesstahl blüht. Seit knapp acht Jahren ist das Duo schon unterwegs. Jens Finger, der vorher viele Jahre bei den Veteranen von OBSCENITY über die Saiten flitzte, übernimmt Gitarre und Bass. Bernd Reiners schlägt die Trommel und grunzt ins Mikro. Live werden die beiden schon seit einigen Jahren von drei weiteren Musikern unterstützt, bleiben im Studio jedoch unter sich.

SLAUGHTERDAY – ein infernalisches Duo

„Abattoir“ ist der dritte Streich aus der Feder von SLAUGHTERDAY und erneut schnörkelloser Death Metal ohne Extras, ohne Überraschungen, dafür aber mit einer Menge Herzblut und Kompromisslosigkeit. Gut, dass die Band TROUBLE und AMORPHIS covert, ist dann doch zumindest anmerkenswert. Die beiden Songs heben sich unterm Strich allerdings nicht wesentlich vom Rest des Albums ab, sondern fügen sich gut in den Gesamtsound ein. Stampfende Doom-Rhythmen wie TROUBLE und verspielte Gitarrenmelodien wie bei AMORPHIS bauen die Ostfriesen ohnehin in die restlichen Songs ein.

Und wie sind diese Songs so? Nun, zumindest sind es nicht sehr viele. Neben den beiden Coversongs füllen vier eigene Tracks mit durchschnittlich fünf Minuten Spielzeit das Album auf und bringen „Abattoir“ somit immerhin auf gut 28 Minuten Spielzeit. Nicht sehr viel für ein Album, aber genug für ein knackiges Mini-Album. Dem Wiederhörwert tut die kurze Spielzeit auch tatsächlich gut. Denn, das muss man an dieser Stelle leider festhalten, einen Preis in Sachen Originalität werden SLAUGHTERDAY sicher nicht gewinnen. In diesem Fall ist weniger tatsächlich mehr und „Abattoir“ ein kurzweiliger Zeitvertreib, den man gerne auf Repeat stellt.

Grillparty hinterm „Abattoir“

Den vorbildlichen Sound hat erneut Jörg Uken im Soundlogde Studio zusammengezimmert, der schon mit vielen namhaften Death-Metal-Bands vor allem aus Ostfriesland und den nahen Niederlanden zusammengearbeitet hat. Der trockene Sound mit den tief gestimmten aber melodischen Gitarren erinnert an AUTOPSY, aber auch an ganz alte GOREFEST-Platten, um mal in der Nachbarschaft zu bleiben. Dank der kurzen Spielzeit gibt es „Abattoir“ beim heimischen Label für schmales Geld. Wer noch ein bisschen Beschallung für das nächste Barbecue hinterm Schlachthof – heißt auf Englisch übrigens „Abattoir“ – braucht, greift am besten direkt zu.

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29.05.2018

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