Slegest - Loyndom

Review

Nachdem sich Gitarrist Ese bereits 2010 bei VREID verabschiedet hat und seitdem auf Solopfaden wandelt, erscheint heuer mit „Loyndom“ sein Full-Length-Debüt. Nach der wenig aussagekräftigen, selbstbetitelten EP aus dem vergangenen Jahr ist die Erwartungshaltung schnell umrissen: Schafft es SLEGEST, aus dem Schatten der übermächtigen VREID hervorzutreten und eine eigene Duftmarke zu setzen? Einen starken musikalischen Bruch zu seiner alten Kapelle vollzieht Herr Ese hier jedenfalls nicht.

Mittlerweile bei Dark Essence Records unter Vertrag, black’n’rollt SLEGEST sich auf „Loyndom“ standesgemäß schleppend nach vorne. Die acht Songs durchbrechen nie die Schallmauer, der Black Metal-Anteil beschränkt sich eher auf die finstere Grundstimmung und den krächzenden Gesang von Projektkopf Ese. Alles andere ist straighte Rockmusik, die mit starker Anlehnungen an BLACK SABBATH und leicht düster-punkiger Attitüde daher kommt. Insbesondere die etwas temporeicheren Tracks „Past Burden Strength“ und „Logna Sin Fiende“ erinnern dabei erheblich an neuere DARKTHRONE, oder besser deren musikalische Ableger SARKE und GIFT OF GODS. Dabei erreicht „Loyndom“ aber leider einen Großteil der Spielzeit nicht deren songwriterische und musikalische Klasse: SLEGEST ist ungefähr so zwingend wie die Richtgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen. Schon irgendwie präsent, aber doch nichts von tieferer Bedeutung.

Natürlich ist „Loyndom“ ordentlich produziert, instrumental gibt man sich keine Blöße und bei Songs wie „The Path Of No Return“ ertappt man sich des Öfteren beim Mitgehen. Um aber in diesem qualitativ gut besetzten und reichlich belieferten Genre einen schweren Treffer zu landen, sind definitiv mehr Überraschungsmomente notwendig. Eine Spielzeit von über 35 Minuten würde vielleicht auch nicht schaden. Dahingehend also insgesamt ein leichter Punktsieg von VREID’s aktueller Scheibe „Welcome Farewell“, um diesen Vergleich damit dann auch abzuschließen.

Fazit: SLEGEST liefern solide Genrekost, nicht mehr und nicht weniger. Allen Freundinnen und Freunden neuerer SATYRICON, aktueller VREID und allen Spielarten schwarzen Rocks ist ein Testdurchlauf ans Herz gelegt.

05.12.2013

Iä! Iä! Cthulhu fhtagn!

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