Tauthr - Life-Losing

Review

Fast 20 Jahre nach der Gründung und 13 nach dem letzten Lebenszeichen, bevor die Band um Lars Wachtfels, seines Zeichens Gitarrist bei ENDSTILLE, vorübergehend auf Eis gelegt wurde, haben TAUTHR nun endlich ihr Debüt-Album am Start. “Life-Losing” heißt das Werk der inzwischen auf fünf Band-Mitglieder angewachsenen Formation, das via Ván Records das Licht der Metalwelt erblicken wird.

Sowohl aus dem Bandnamen TAUTHR, einem altgermanischen Wort für Tod, als auch dem Titel des Albums lässt sich die musikalische Ausrichtung der Musik bereits erahnen – “Life-Losing” bietet eine interessante und finstere Mischung aus Death und Black Metal, doch auch Einflüsse anderer Genres sind oft zu verzeichnen, so wagen TAUTHR z.B. gleich beim Opener “Curse Or Destiny” Ausflüge in den Viking Metal und klingen zeitweise wie eine schwärzere Version von AMON AMARTH oder zeigen mit Stücken wie “Dis-Loved”, “Memories” oder “Orpheus” in Richtung Depressive Black Metal der Marke LIFELOVER.
Die Songs selbst sind überwiegend im Midtempo angesiedelt, doch nach ENDSTILLE-Manier packen die fünf auch gern mal den Knüppel aus, so z.B. bei “Perfect”. Im Mittelpunkt der Kompositionen stehen dabei die düsteren und sehr atmosphärischen Gitarren, die, getrieben von stampfenden Drums und getragen von bedrückenden Melodien, die Vocals von Fronter Sator umfassen. Dieser screamt und growlt sich zwar souverän und gekonnt durch die neun Stücke und fügt sich stimmlich auch optimal in die Musik TAUTHRs ein, geht dabei jedoch wenig abwechslungsreich und eher gewöhnlich zu Werke. Besonders auffällig sind nur die kurzen clean gesungenen Zeilen in “Leave” und die verzweifelt depressiven, fast wahnsinnig klingenden Schreie in “Orpheus”, mit denen TAUTHR bei mir ganz besonders punkten können.

Mit “Live-Losing” liefern TAUTHR zweifelsohne ein starkes Debüt ab, das allerdings an einer leider nicht unwesentlichen Schwäche leidet: Trotz aller Bemühungen, die Kompositionen so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, weisen viele Stücke untereinander starke Ähnlichkeit auf, was besonders Sators Vocals nach sich ziehen. Dadurch ist zwar jeder Song einzeln betrachtet wirklich gut, das Album als Ganzes allerdings mit seiner relativ langen Spielzeit kann den Hörer einfach nicht durchgängig in seinen Bann zu ziehen, auch wenn TAUTHR das offensichtlich geahnt haben und gerade ans Ende des Albums die beiden außergewöhnlichen Stücke “Leave” und “Orpheus” gepackt haben. Nichtsdestotrotz kann ich das Album empfehlen und bin mir sicher, dass die Kieler diesen einen Mangel beim nächsten Werk ausmerzen können.

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23.07.2010

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