Tension - Decay

Review

TENSION beschreiben ihre Einflüsse wie folgt: die erste Welle des schwedischen Heavy Metal mit Bands wie GOTHAM CITY, HEAVY LOAD, JACKWAVE, PARASITE, JONAH QUIZZ, DEPZON und vielen mehr. Dazu kommt die NWoBHM und Namen wie SATAN, TRAITORS GATE, WOLF, RITUAL und LIME LIGHT. Aus dem Osten Europas werden Bandnamen wie ARIA, OSSIAN, FORMEL I, OMEN und POKOLGÉP genannt. Etwas aus dem Heavy-Metal-Rahmen fallen THE MISFITS und DISCHARGE. Mehr True Metal geht nicht, das bedeutet auf „Decay“ gibt’s klassischen Heavy Metal auf die Ohren, wie er seit mehr als 40 Jahren produziert wird.

„Decay“ orientiert sich am klassischen Heavy Metal

TENSION kommen aus Leipzig und haben sich 2015 gefunden. Bisher reichte es im Jahr 2017 nur für eine EP. „Decay“ ist der erste Longplayer des Quintetts. Alle Musiker waren bereits vorher in diversen Underground-Bands aktiv. TENSION ist ein neuer Name, die Herren jedoch keine grünen Jungs.

Bei einem Genre, welches seit circa 40 Jahren kontinuierlich Platten produziert, stellt sich die Frage nach der frischen Kopie oder das wird das in die Jahre gekommene Original bevorzugt? TENSION eröffnen passend mit „Open The Gates”, nach dem Intro begrüßen Saitenarbeit im Style der NWoBHM die Hörerschaft mit der ein oder anderen Variation in Richtung des Refrains. Abzüge gibt es für den recht dünn daherkommenden Gesang. Der Name ist bei „Higher Power” Programm, gradlinig und schnell gespielter True Metal, dem Gesang fehlt auch hier etwas die Durchschlagskraft.

Ob „Hellflight”, “Cosmic Gaze”, „Black Knights“, „Mooncrusher“ oder „Mistress“: die Rezeptur ist ähnlich, das Tempo wird variiert und die Songs bewegen sich zwischen Heavy Rock und traditionellen Heavy Metal mit Fokus auf die Gitarren. „Age Of The Stars” beginnt mit einem balladesken Intro und dreht mit ordentlich Speed in den vorherrschenden Sound der Scheibe. Passend zu Pandemie und Klimaveränderung endet die LP mit „Earth Crisis“. Rauschendes Wasser sorgt für einen Überraschungseffekt zum Start, ähnlich der Struktur von „Age Of The Stars” dreht die Nummer recht schnell in das bekannte Schema.

TENSION legen beim ersten Longplayer den Fokus auf die Saiten

„Decay“ von TENSION wird an die Die-Hard-Anhängerschaft des 80er Jahre Heavy Metal adressiert. Fraglich ist, ob die frische Kopie in die Jahre gekommene Originale verdrängen kann. Dem Gesang fehlt ein wenig die Durchschlagskraft und der Scheibe die ein oder zwei Hits, die aus der Masse hervorstechen. Bei „Earth Crisis“ und „Age Of The Stars” experimentieren die Herren etwas beim Intro, verfallen aber zu schnell in das bekannte Schema. Etwas mehr Mut beim Songwriting und damit verbundene Abwechselung hätte „Decay“ gutgetan, zu ähnlich sind viele Songs bezüglich Struktur und Sound.

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21.01.2022

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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