Total Devastation - Roadmap Of Pain

Review

Total Devastation machen mit diesem Album Ihrem Namen alle Ehre. Selten habe ich eine solche Vertonung totaler Zerstörung vernommen! Seltenst erblickt ein Werk das Tageslicht, welches eine derartig apokalyptische Atmosphäre erschafft! Seltenst war der Weltuntergang so allgegenwärtig… Das beeindruckende an Total Devastation ist, dass sie ihr Ziel nicht mit den üblichen Death Metal Elementen erreichen. Nein, man knüppelt nicht wie blöd drauf los, man reisst nicht die Saiten aus der Gitarre heraus und man versucht auch nicht, den Weltrekord in Geschwindigkeit sowie technischer Versiertheit zu brechen. Total Devastation bedienen sich zwar im grossen und ganzen des Death Metal, verfeinern ihn aber immer wieder mit kleinen Elektroeinstreuseln und schaffen es so, eine richtig düstere, atemberaubende aber auch aggressive und ungemein destruktive Stimmung aufzubauen. Allein der erste song „I Am God“ ist dermassen morbide und hassgeladen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt. Die „spacigen“ Keyboardklänge sind einfach perfekt eingesetzt, sowohl von der Proportion, der Intensität als auch vom Klangbild her. Die groovigen, tonnenschweren Riffs harmonieren überraschenderweise perfekt mit ihnen und geben dem Material zusammen mit den kraftvollen Vocals die nötige Härte. In punkto Härte kann der nächste Song („Struggling From Chokehold“) aber gleich noch mal eins draufsetzen, denn hier treten die Jungs mal richtig das Gaspedal durch, hier lassen sie die Bassdrum richtig rollen und drücken dem Zuhörer mit einigen Blastbeatparts unweigerlich die Kehle zu. Aber auch bei diesem Song steht die Abwechslung im Vordergrund, so dass die Knüppelparts immer wieder von Breaks, ruhigen Passagen sowie den perfekten Headbangabschnitten unterbrochen werden. Auf „Roadmap Of Pain“ gibt es aber auch Songs, die sehr langsam sind und viel mehr dem Doom Metal zuzuordnen wären. So frisst sich das unheimlich schleppende und melancholische „Production Peak“ sowie das tödlich zerreissende „Let It Bleed“ langsam durch die Gehörgänge und verstärkt die bereits mehr als vorhanden Endzeitstimmung des Albums. Wenn dann noch wehmütige Violinenklänge und unmissverständliche „Prepare To Die!“-Rufe erklingen, dann besteht kein Zweifel mehr, dass alles bald vorbei ist… Total Devastation haben mit „Roadmap Of Pain“ die perfekte Symbiose aus Death Metal, Industrial, Doom Metal und einer Prise Electro abgeliefert, deren Atmosphäre einfach nicht hätte intensiver ausfallen könnte. Für mich eins der besten Alben des letzten Jahres!

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06.02.2004

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