Tracedawn - Tracedawn

Review

Zugegeben, das Cover erinnert auf den ersten Blick schon ein wenig an SCAR SYMMETRY und auch die Songs schielen mit abwechselnden Growls und Klargesang insgesamt etwas in diese Richtung, doch wie so oft im Leben trügt der erste Eindruck, denn die sechs jungen Finnen von TRACEDAWN haben definitiv Einiges auf der Pfanne und liefern mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Album ein Feuerwerk an eingängigen Melodien, harten Riffs und einem druckvollen Sound, der die Landsmänner und Genrekollegen von CHILDREN OF BODOM mit ihrer letzten doch etwas arg mittelmässigen Veröffentlichung „Blooddrunk“ weit auf die Plätze verweist.

Aufgrund des jungen Altersdurchschnitts sind die Texte an manchen Stellen noch etwas holprig und meistens recht simpel gestrickt, doch musikalisch spielen die Songs durchweg auf hohem Niveau: jeder Einzelne ist mit sehr viel Spaß und Hingabe bei der Sache, und genau dieses Feeling macht sich auch beim Zuhören breit. Die wunderbaren Gitarren-Soli (z.B. „Without Walls“, „Fallen Leaves“) wissen genauso zu überzeugen, wie die ganz und gar nicht nervigen Keyboard-Einlagen oder der Gesang von Antti Lappalainen, der je nach Songstruktur mit entweder derben Growls oder cleanen Gesangsparts überzeugt und damit so manchen Sängern älteren Semesters noch etwas vormacht.

Zwar wird das Sextett als Melodic-Death-Metal-Band vermarktet, aber auf „Tracedawn“ findet man genauso wenig lupenreinen, melodischen Death Metal wie auf den Alben der eingangs bereits erwähnten SCAR SYMMETRY, denn sowohl dort als auch hier verwendet die Band zusätzlich neue als auch traditionelle Elemente und lässt sich damit nicht in ein eng geschnürtes Korsett zwängen: NIGHTWISH („In Love With Insanity“), CHILDREN OF BODOM oder IRON MAIDEN („Path Of Reality“) – diese Bands standen mit Sicherheit Pate. Nichtsdestotrotz klingt das Album frisch, energisch und vor allem abwechslungsreich.

„Tracedawn“ ist ein außergewöhnlich starkes Debüt einer jungen Band, das den Grundstein einer rasanten Karriere darstellen könnte und auch auf lange Sicht gesehen Bestand hat. Bleibt zu hoffen, dass die Jungs auch in fünf Jahren noch gemeinsame Pfade gehen und vor allem den Spaß an der Musik nicht verlieren.

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20.08.2008

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