Type O Negative - Bloody Kisses

Review

Das Jahr 1993 ist nicht nur das Jahr, in dem Nelson Mandela den Friedensnobelpreis erhielt und Brandon Lee bei einem mysteriösen Unfall während den Dreharbeiten zum Kultfilm „The Crow“ verstarb, sondern auch das Jahr, in dem TYPE O NEGATIVE mit ihrem dritten Studioalbum „Bloody Kisses“ den ganz großen Durchbruch schafften und Roadrunner Records das erste Platin der Labelgeschichte bescherten.

Im Gegensatz zu den vorhergehenden Alben sind die Songs auf „Bloody Kisses“ zugänglicher und melodischer, wenngleich sich die Band – kurz nach Veröffentlichung wechselte Schlagzeuger Sal Abruscato übrigens zu LIFE OF AGONY und Ex-Roadie Johnny Kelly übernahm seinen Posten – auch weiterhin musikalisch nur schwer einordnen lässt, denn neben düsteren, melancholischen Songs mit Choralgesängen, Synthesizer- und Orgelpassagen finden sich mit „Kill All The White People“ (feat. Phil Anselmo) und „We Hate Everyone“ auch schnelle, Hardcore-lastige Tracks, die für ein letztes Mal an Peter Steeles musikalische Vergangenheit mit CARNIVORE erinnern. Es sind auch diese zwei Songs, die ein Jahr später auf einer Neuauflage des Albums entfernt und durch den „Christian Woman“-B-Seiten-Track „Suspended In Dusk“ ersetzt wurden und eine Hymne an die BEATLES darstellt. Ungewöhnlich auch, dass nahezu alle Songs direkt ineinander übergehen.

Der bandtypische Sarkasmus entfaltet sich einmal mehr zunehmenst in den Lyrics des Albums, in denen Themen wie zum Beispiel Sex, Tod und Christentum aufgegriffen werden, aber auch ironische Anspielungen auf die Gothic-Metal-Szene und deren Anhängerinnen („Black No.1 (Little Miss Scare-All)“) oder die unbegründeten Rassismus-Vorwürfe gegen die Band selbst.

„Bloody Kisses“ setzte ohne Zweifel den Grundstein für ein Genre, das durch TYPE O NEGATIVE neue Dimensionen und so manche Mainstream-Hörerschaft erreichte. Dieses Album war es auch, das meinen bewussten Einstieg in das Werk und Wirken dieser Band ermöglichte, mich mit seinem Abwechslungsreichtum und vor allem Steeles einzigartigem Gesang begeisterte und trotzdem etwas vermissen ließ, das ich erst mit dem folgenden Album „October Rust“ bekam: Einen zeitlosen Klassiker, der den Höhepunkt der Bandkarriere markierte, und kommerziell ohne Zweifel am erfolgreichsten war.

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02.04.2010

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