Valkyria - Tierra Hostil

Review

Unsere Szene ist zu einem großen Teil der englischen Sprache verfallen. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel und so machen sich VALKYRIA auf, um euch die Schönheit der spanischen Lyrics näherzubringen. Als Vorbilder hört man deutlich Bands der Hamburger Schule heraus und so wird dieses Experiment unerwartet zu einem Heimspiel. Nehmt euch die Zeit für eine faszinierende Reise.

Paradiesvögel im Metal – VALKYRIA

„Código de Honor“ startet melodisch und kraftvoll. Dieser Beitrag pendelt sich irgendwo zwischen sanftem Hard-Rock und traditionellem Metal ein. Die ungewohnte Sprache passt hervorragend zur Musik und eröffnet einen neuen Horizont dem Zuhörer. Über einen hohen Mitsingfaktor verfügt „Abatido“. Zwar ist dieser Beitrag deutlich heftiger als sein Vorgänger, was den kompromisslosen Riffs zuzurechnen ist, dennoch fehlt hier eindeutig etwas Geschwindigkeit, um diesen Track in die Champions League zu bringen. Mit unerwarteten Stimmungsschwankungen kommt der namensgebende Song zu seinem Einsatz. „Tierra Hostil“ ist ein absoluter Diamant, hier stimmt endlich mal alles. Geschwindigkeit und Vocals liefern sich ein packendes Duell, während die Drums die Melodie dominieren und den Zuhörer in die Welt der VALKYRIA eintauchen lässt. Verträumt und dennoch hart zeigt sich „Rencor“. Eine mitreißende Nummer, die man eigentlich immer hören kann. Das Alleinstellungsmerkmal sind auch hier ganz klar die spanischen Lyrics, die sich perfekt in die Melodie integrieren. Der Gänsehaut- Track „Selenelion“ lässt keinen Zweifel an der musikalischen Stärke dieser Band.

An Balladen kann man schließlich am besten die Vielfältigkeit beurteilen. „Identidad Perdida“ plätschert etwas daher. Angenehm zu hören, aber einer der schwächsten Tracks dieser CD. Mit dieser Nummer könnte es die Band allerdings ins Radio schaffen. Mit einem IRON MAIDEN-ähnlichen Intro startet „Vida Eterna“. Leider driftet die Nummer dann ziemlich zeitgleich in die 80er-Jahre Hair Metal Periode ab. Schade, denn hier wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.  Die Wende schaffen die Herren mit „Ecos del Mañana“. Ein klarer Metal-Songverlauf, gepaart mir kraftvollen Vocals erschaffen eine wahre Hymne. Eine Prise mehr Härte hätte nicht geschadet, ansonsten ist dieser Track eine Punktlandung. Mit einem Gitarrengewitter in Form von „Tuareg“ beendet die Band ihr zweites Album. Der Songverlauf wirkt leicht hypnotisch, während die Riffs mit fortlaufender Spielzeit immer heftiger werden. Ein gelungenes Outro einer ungewöhnlichen CD.

Auf feindlichem Boden – Tierra Hostil

Fazit: VALKYRIA erschaffen sich mit den spanischen Lyrics und einer anständigen Portion Härte ihre eigene Welt. Etwas ungewohnt mag es am Anfang klingen, doch spätestens nach dem zweiten Track haben sich die Gehörgänge akklimatisiert und dem Hörvergnügen steht nichts mehr im Wege. Für Freunde des klassischen Heavy-Metals sind VALKYRIA ein Geheimtipp. „Tierra Hostil“ könnte den Durchbruch auch in Deutschland für diese Musiker bedeuten.

 

 

 

 

 

30.10.2018

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