Venger - Times Of Legend

Review

Eine neue Band am metallischen Firmament. VENGER ist ein neuer Name, aber mit bekannten Namen. Doug Scarratt (SAXON) und James Fogarty (OLD FOREST, ehemals IN THE WOODS) haben sich mit Sänger Franz Bauer (ROADWOLF) und Drummer Sven Rothe verstärkt. Das Ergebnis nennt „Times Of Legend“ und ist das Debütalbum von VENGER. Was kredenzt uns die international besetzte Truppe?

VENGER: ein neuer Name mit bekannten Gesichtern

Bei Projekten von bekannten Musikern stellt sich immer die Frage nach der Notwendigkeit. “Times Of Legend“ ist geschrieben und produziert von Scarratt und Fogarty, die beide Kinofans sind und mit VENGER ihre Vorliebe für Geschichte, Folklore und Fantasy ausleben. Damit unterschiedet sich „Times Of Legend“ vom grundsätzlichen Ansatz, aber vor allem von den Lyrics, gegenüber den bisherigen Aktivitäten der Protagonisten. Zum Beispiel stammt der Bandname VENGER vom einhörnigen Zauberer aus dem Spiel Dungeons & Dragons.

Der Auftakt nennt sich „From Worlds Unknown“ und kommt nicht als quietschend bunter Fantasy-Power-Metal daher. Melodisch und rund, aber von der Instrumentalisierung eher klassisch, startet „Times Of Legend“. Wer bei „Pharaoh’s Curse“ einen instrumentalen Ansatz aus 1000 und einer Nacht erwartet wird von VENGER positiv überrascht. Nachdem kurzen Intro geht es fließend in eine melodische Nummer, wo vor allem die variable Saitenarbeit hervorsticht. Spätestens bei „Navigate The Labyrinth“ sind VENGER im klassischen Metal unterwegs, der nicht nach SAXON klingt, aber allein schon durch die rauen Vocals von Bauer an ROADWOLF erinnert.

Den Rhythmus Richtung Metal-Ballade ändert „Crystal Gazer“, „The Legend Still Remains” kommt als Power-Metaller daher, der aber auf einen großen Kitschfaktor verzichtet. Die weiteren Tracks wie „Séance“, „Throw The Switch“ oder „Impaler Of Souls“ bewegen sich zwischen klassischem Stoff und Power Metal, hier aber ohne den großen Bombast. Es wird eher die Flamencogitarre rausgeholt, als dass Keyboardtöne die Melodien zukleistern. Insgesamt bekommen die Instrumente genügend Freiraum, trotz Chöre und Synthesizer.

Der Schlusspunkt „Tower Of Babel“ holt mit Matt Mitchell eine weitere Stimmfarbe mit dazu und ist mit fast genau fünf Minuten der Langläufer der Platte. Grundsätzlich bleiben VENGER bei ihrem cineastischen Konzept im klassischen Metal-Sektor, wo aber auch Power-Metal-Elemente zu finden sind.

„Times Of Legend“ ist nicht nur etwas für Fantasy-Freaks

Wer bei den Bandnamen SAXON oder IN THE WOODS Musik aus dem Old-School-Metal oder Black Metal erwartet, ist mit „Times Of Legend“ und VENGER auf der falschen Spur. Das Material hebt sich deutlich von den Hauptaktivitäten ab, klingt modern, aber ohne großen Kitschfaktor. Die cineastisch ausgelegten Melodien gehen ins Ohr, liefern aber nicht den ganz großen Hit. Durch Franz Bauer am Mikrofon und dem Fantasy-Konzept von ROADWOLF würden sich hier von der grundsätzlichen Herangehensweise Parallelen ergeben, wobei ROADWOLF noch deutlicher auf den 80er-Jahre-Faktor setzen als VENGER. „Times Of Legend“ wendet sich an Fans, die musikalisch open minded unterwegs sind, sich aber primär im klassischen Rock- und Metal-Spektrum zu Hause fühlen.

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02.01.2026

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