Violent Hammer - Riders Of The Wasteland

Review

Aus irgendeinem Wald in den Untiefen Finnlands sind die fünf Zombiekannibalen von VIOLENT HAMMER auferstanden, die mit “Riders Of The Wasteland” einen schwärenden Haufen verrottendes Fleisch servieren. Wer es dazu noch mag, nach dem perversen Gelage tentakelige Monster aus dem Kosmos heraufzubeschwören, könnte in diesem kaputten Haufen neue Freunde finden.

VIOLENT HAMMER ist absolut wörtlich zu verstehen

In der Länge von gerade mal einer Mittagspause wüten sich die Finnen durch ausschließlich räudige und primitive Zutaten der Marke AUTOPSY, FUNEBRARUM, HELLHAMMER und SLAUGHTER und schrecken nicht mal vor Anleihen uralter DARKTHRONE-Demos zurück. Respekt, das ist wirklich Liebe zur Basis! Sowohl der räudige und scheppernde Sound als auch der radikale Minimalismus hätten “Riders Of The Wasteland” locker 1989 erscheinen lassen können.

“Riders Of The Wasteland” wird seine Zielgruppe finden

Allerdings gab es damals bereits durchaus interessanteren Stoff – obwohl VIOLENT HAMMER kaum etwas verkehrt machen, präsentieren sie leider nur wenige echte Killer-Riffs. Songs wie “Death Squad” und “Screams Of Agony” lassen zwar aufhorchen, insgesamt ist “Riders Of The Wasteland” aber ziemlich monoton. Dagegen ist prinzipiell wenig einzuwenden. Zumal die Platte nach 25 Minuten genau aufhört, wann sie aufhören muss. Der schleichende Effekt latenter Beliebigkeit ist dennoch schwer auszublenden.

Der manische Chaos-Death-Metal mit Grind-Schlagseite von VIOLENT HAMMER hat zweifellos eine Szene – die beachtliche Brutalität des Debüts sorgt für ein authentisches und urwüchsiges Death-Metal-Album. Letztlich ist weniger aber doch manchmal mehr und so wäre es zu begrüßen, wenn die eine oder andere Noise-Eskapade etwas markanteren Parts weichen würde.

22.05.2020

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