War From A Harlots Mouth - MMX

Review

Die Berliner dürfen definitiv als Zusammenschluss gelten, dessen Zug wahrhaftig stets am Rollen ist – sowohl im Hinblick auf die Veröffentlichungswut, als auch bezüglich des gebotenen Inhaltes. Bestand die Musik der Truppe mit ihrem Debüt “Transmetropolitan“ noch am Ehesten aus quälender Zerhackstückelung von einzelnen musikalisch anmutenden Fragmenten, die selbst den größten Ruhepol zur Eskalation bringen konnten, kam der Nachfolger “In Shoals“ schon deutlich menüfertiger daher. Auch wenn der Fünfer nach wie vor äußerst anspruchsvolle Mahlzeiten zubereitet, so lassen sich die Dinge nach gegebener Eingewöhnungsphase doch deutlich besser verdauen, so auch bei “MMX“.

Einen erneut recht erfrischenden Wind bringt Sänger Nico (THE OCEAN) mit in die Band, der seit dem zweiten Album fest in die Konstellation WAR FROM A HARLOTS MOUTH eingebunden ist. Neben den hohen Screams ist so auch ein merklich tieferer Stimmaspekt dabei, der das Ganze auch bezogen auf die Vocals variabel gestaltet. Extreme, teilweise fast wahllos eingestreut erscheinende Jazz-Intermezzi, wie auf dem Debütwerk, sind unter dem stets gereiften Songwriting der Ostdeutschen völlig untergegangen. Die als Trademark geltenden Passagen sind aber selbstverständlich nicht komplett in der Versenkung verschwunden, sondern fungieren zumeist als Intro oder ziemlich klar abgrenzbare Brückenparts.

Dafür kann man sich streckenweise in den träumerischen, manchmal gar psychedelisch wirkenden Jazzparts verlieren. Besonders hervorheben würde ich dahingehend etwa den Einstand des Songs “Sleep Is The Brother Of Death“ oder das Stück “Sugarcoat“, das quasi das Vorspiel zu “Spineless“ darstellt. Ansonsten hat sich im Hause WFAHM nicht allzu viel getan – die Mucke bleibt weiterhin anstrengend, hatte stellenweise immer noch unheimlich chaotische Teile und ist alles in allem sicherlich nichts für jedermann. Qualitativ machen die Berliner in etwa bei ihrem letzten Langspieler weiter, strukturell dürfte das allerdings tendenziell bei einer breiteren Hörerschaft ankommen.

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17.10.2010

Der metal.de Serviervorschlag

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