Way Of Changes - Reflections

Review

WAY OF CHANGES existieren seit 2014 und waren in den letzten Jahren alles andere als faul. Nach diversen Tours unter anderem mit Bands wie DAGOBA sowie der Veröffentlichung der EP „Honesty“ machten die Schweizer im Oktober 2017 den sprichwörtlichen Sack zu und gingen bei DarkTunes unter Vertrag. Das Ergebnis von Durchhaltevermögen und kontinuierlicher Arbeit liegt nun in Form von „Reflections“ der ersten Veröffentlichung in vollster Länge, vor mir.

Nuu bleibt es zu klären, ob WAY OF CHANGES es schaffen auch etwas Veränderungen in meine Medienbibliothek zu bringen. Mit „Carry On“ springen mich progressive Gitarren an, die den Track melodiös einleiten, bevor es mit kehliger Inbrust an die Lyrics geht. Die Vocals teilen sich WAY OF CHANGES zu dritt. Während Simon die Front bildet, setzen Elliot und Théo an den Gitarren stimmlich mit ein. So ergibt das einen gesanglichen Dreier, der von gutturalem Geknurre bis hin zu cleanen Gesangsspuren reicht und sich zwischendrin immer wieder vermischt. Ein Extra-Gimmick liefern eingespielte Lacher, die dem Opener eine nette abgefuckte Grundstimmung verleihen.

WAY OF CHANGES teilen mit „Reflections“ solide Tritte aus

Die bereits vorab herausgehauene Singleauskopplung „Cold Hands“ geht mit zackig abgehackt gespielten Saiteninstrumenten an den Start. Durch die starke Präsenz der Gitarren rutscht der Herr an den Trommeln gleichzeitig sehr in den Hintergrund. Dabei bleiben WAY OF CHANGES grundsätzlich im typischen, melodischen Metalcore-Stil, bringen aber in Tracks wie „Absolution“ auch mal die Thrash-Riffs auf den Markt. Hauptfokus liegt über die gesamte Spiellänge deutlich im vorderen Bereich und zieht die Aufmerksamkeit immer wieder zu dem Mischmasch aus mehreren Vocals, die bei einigen Lines dermaßen ineinander verknüllt sind, dass es eher ziemlich verwirrt als zu fesseln. Dass das auch weitaus entspannter und dennoch mit Nachdruck geht, zeigen mir „Watcher“ und „Heritage“. Diese Tracks gespickt mit grunzigen Growls, Gangshouts und Gitarren zwischen Prog und Thrash bilden das Ende von „Reflections“ und teilen nochmal ordentlich Tritte aus.

Den Metalcore nicht neu erfunden

Am Ende muss man sich aber eingestehen, dass WAY OF CHANGES in Anbetracht der ganzen Veröffentlichung nicht allzuviel anders machen als andere Kollegen des Metalcore-Genres. Somit droht in Ermangelung des Besonderen das Vergessen bzw. das Verschwinden in der Versenkung. Die Schweizer hinterlassen dennoch bei mir einen guten ersten Eindruck. „Reflections“ ist gesunder Metalcore, dem aber bis zur Durchzündung noch etwas fehlt. Wieweit sich WAY OF CHANGES durchsetzen und weiter nach oben kämpfen können, bleibt somit für heute eine offene Frage, die wir nicht final klären können. Aber wir können WAY OF CHANGES weiter beim Wachsen zusehen.

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26.02.2018

It`s all about the he said, she said bullshit.

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