Wolfchant - Omega:Bestia

Review

Soundcheck April 2021# 21 Galerie mit 24 Bildern: Wolfchant - Wolfszeit Festival 2020

WOLFCHANT sind schon eine Weile mit dabei und lassen es in letzter Zeit etwas ruhiger angehen. So sind seit ihrem letzten Album „Bloodwinter“ über vier Jahre ins Land gezogen. Musikalisch werden sie jedoch nicht ruhiger, sondern bieten weiterhin den gewohnten Pagan Metal mit epischem Touch.

WOLFCHANT spielen ein streitbares Genre

Diese Sparte des Pagan Metals, den WOLFCHANT hier darbieten, hat eine breite Meinungsspanne, was die Qualität anbetrifft. Manchen sind schon Glanzstücke wie „Turis Fratyr“ von EQUILIBRIUM zu kitschig, aber es gibt auch viel Vernachlässigbares, das so klingt, als hätte man sich AMON AMARTH bei Wish bestellt. Letztlich kommt es auch auf den Hörer und die Hörerin an, was Gefallen findet.

Wo befinden sich WOLFCHANT nun? Irgendwo dazwischen kann man wohl getrost behaupten. Musikalisch spielen WOLFCHANT auf „Omega:Bestia“ eher Melodic Death Metal mit Pagan-Metal-Ausflügen, was sich hauptsächlich auf die Texte und die Keyboardklänge mancher Songs beschränkt. Dabei gelingen ihnen die englischen Lyrics etwas besser als die deutschen, welche doch arg erzwungen wirken.

„Omega:Bestia“ hätte 2005 vielleicht mehr Aufmerksamkeit bekommen

Als viele Bands wie EQUILIBRIUM oder auch VARG noch jung und hungrig waren, als der deutsche Pagan Metal immer mehr aufkeimte und WOLFCHANT auch bereits existierten, da wäre „Omega:Bestia“ wohl anders angekommen. Heute ist Pagan Metal mitnichten tot, es gibt immer noch genug Bands, die diesen überzeugend spielen und neue Akzente setzen oder einfach Altbekanntes gut verpacken. Das Problem von „Omega:Bestia“ ist, dass es bei seinen vierzig Minuten Laufzeit zu keiner Sekunde aufhorchen lässt, weder im positiven, noch im wirklich negativen Sinne. Es läuft unauffällig an einem vorbei.

Dass das Zusammenspiel von Shouter Lokhi und Sänger Nortwin nicht wirklich überzeugt, im Gegensatz zur ansonsten grundsoliden Musikerfraktion, trägt dazu bei, dass „Omega:Bestia“ für Menschen, die nicht seit fünfzehn Jahren dem gleichen Genre hinterherhecheln, nachhaltig interessant sein wird. Da lege ich lieber noch einmal „Turis Fratyr“ auf und schwelge in toten Heldensagen.

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02.04.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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